Die Würde ist antastbar (Taschenbuch)

Essays

Taschenbuch
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"Die Würde des Menschen ist unantastbar, sagt das Grundgesetz. Aber das ist falsch. Denn sie wird jeden Tag angetastet." Ferdinand von Schirach beschäftigt sich in seinen Essays mit den großen Themen unserer... (weiter)

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Details
AutorIn Ferdinand von Schirach
Seiten 141
EAN 9783442715008
Sprache deutsch
erschienen bei btb Taschenbuch
Erscheinungsdatum 03.2017
Serien Goldmann Taschenbücher
Stichwörter Deutsche Gegenwartsliteratur
Preisgekrönter Autor
Demokratie
Terrorismus
Rauchen
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø3 | 3 Meinungen

davon Rezensionen:
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davon Bewertungen:
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nicht so gut wie die anderen Bücher
»Was liest Du?«-Rezension von Susi, am 24.12.2019

Eigentlich schreibt von Schirach tolle Bücher, die mich begeistern. Dies ist das vierte Buch, das ich von ihm lese und es ist eine Sammlung von Essays über verschiedene Themen. z.B. Politik, Rauchergesetze, Sicherheitrsverwahrung, Gerichtsfotografen, I-Pads, das Schreiben, seinen Nazigroßvater, den er kaum kannte und seine Internatszeit. Am Anfang ist ein Essay, der einen zum Nachdenken bringt. Darf man einen Menschen opfern, um andere zu retten ? Ab wieviel geretteten Menschen ist dies moralisch erlaubt oder vertretbar ? Was ist mit einem gekidnappten Flugzeug, was über Berlin abstürzen soll ? Ist ein Abschuß erlaubt ? 30 Leute opfern, damit mehrere 100 überleben ? Ist das OK, da die 30 beim Absturz sowieso sterben ? Besonders interessant fand ich den Vergleich (auch wenn er etwas hinkt) mit den 4 Männern beim Arzt. Achtung, jetzt wird gespoilert, also nicht weiterlesen, wenn man das Buch lesen möchte : 1 Mann hat akutes Nierenversagen, einem bleibt gleicht das Herz stehen und einer stirbt grade an Blutverlust. Im Wartezimmer sitzt ein Mann mit Schnupfen. Darf man ihn töten und ausschlachten ? 1 Leben opfern um 3 zu retten ? Wie sieht es auf hoher See aus ? Schiffbruch, seit Tagen nichts gegessen und getrunken. Den Schwächsten töten und essen, damit die anderen 3 eine Überlebenschance haben ?

Von diesem ersten Essay abgesehen, fand ich das Buch ziemlich doof und langweilig. Was er über seinen Großvater schreibt war noch interessant, aber deswegen muß man das Buch nicht kaufen und lesen. Habe noch eins auf dem SuB iund hoffe, dass das wieder besser ist. Dies hier hat mich etwas enttäuscht.

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"Die Würde des Menschen ist unantastbar, sagt das Grundgesetz. Aber das ist falsch. Denn sie wird jeden Tag angetastet." Ferdinand von Schirach beschäftigt sich in seinen Essays mit den großen Themen unserer Zeit - warum der Terrorismus letztlich über die Demokratie entscheidet - und geht zugleich sehr persönlichen Gedanken nach, über das Schreiben, das Lesen mit dem iPad und das Rauchen. Oft ist es nur der Zufall, der den Einzelnen zum Täter oder Opfer macht. Schuld ist das, was einem Menschen persönlich vorgeworfen werden kann. Nicht zuletzt seine so überzeugend formulierten Gedanken über Gut und Böse, über die moralischen und ethischen Fragestellungen in unserer Gesellschaft, haben seine Stories und Romane zu Welterfolgen gemacht. In seinen Essays widmet sich Ferdinand von Schirach brisanten Themen wie den Herausforderungen an unsere Demokratie im Zeichen des Terrorismus, den Schauprozessen gegen Prominente, der Sicherheitsverwahrung oder der Folterandrohung gegen Kindermörder. Daneben geht er aber auch der Frage nach, wie es in Zeiten des iPads um unser Lesen bestellt ist oder was der Zwang zu schreiben für einen Schriftsteller wirklich bedeutet.

Schirach, Ferdinand von Der Spiegel nannte Ferdinand von Schirach einen »großartigen Erzähler«, die New York Times einen »außergewöhnlichen Stilisten«, der Independent verglich ihn mit Kafka und Kleist, der Daily Telegraph schrieb, er sei »eine der markantesten Stimmen der europäischen Literatur«. Die Erzählungsbände »Verbrechen«, »Schuld« und »Strafe« und die Romane »Der Fall Collini« und »Tabu« wurden zu millionenfach verkauften internationalen Bestsellern. Sie erschienen in mehr als vierzig Ländern. Sein Theaterstück »Terror« zählt zu den weltweit erfolgreichsten Dramen unserer Zeit. Ferdinand von Schirach wurde vielfach mit Literaturpreisen ausgezeichnet. Er lebt in Berlin. Zuletzt erschienen von ihm u.a. »Die Herzlichkeit der Vernunft«, ein Band mit Gesprächen mit Alexander Kluge, sowie sein persönlichstes Buch »Kaffee und Zigaretten«.