Der magische Adventskalender (Buch)

Illustriert von Daniel Faller

Buch
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Es ist Winter in Ravenhagen. Die Bewohner der kleinen Stadt sind schon früh unterwegs, alles wuselt aufgeregt durch die Gassen. Ein Tag wie jeder andere, denkt Jonas Klaasen beim Blick aus dem Fenster. Jonas ist zu... (weiter)

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Details
AutorIn Jan Brandt
Edition 2. Aufl.
Seiten 203
EAN 9783832183578
Sprache deutsch
erschienen bei DuMont Buchverlag GmbH
Erscheinungsdatum 08.10.2018
Stichwörter weihnachtsbuch für erwachsene
weihnachtsbuch für kinder
schönes geschenk für kinder
Weihnachtsgeschenk
adventsbuch
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø4.7 | 7 Meinungen

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Geheimnisvoll, einstimmend und schön winterlich!
»Was liest Du?«-Rezension von SharonBaker, am 31.12.2018

Die Adventszeit steht kurz vor der Tür und wie passend ist dazu der Schnee, der auf die Straßen von Ravenhagen fällt. Jonas Klaasen ist das alles aber irgendwie schnuppe, da vertilgt man lieber das Frühstück der Schwester mit, denn wer zu spät kommt, tja, den bestraft das Leben. Aber dann findet er vor der Tür einen Holzkasten, der sich als Adventskalender entpuppt. Nur lassen sich die Türchen nicht öffnen, oder haben die Bilder darauf eine Bedeutung? Jonas geht seinem Verdacht nach und siehe da, die kleine Tür öffnet sich, aber schon steht er vor dem nächsten Rätsel. Was haben die Zahlen und Buchstaben auf der Schokolade zu bedeuten? Wird Jonas es schaffen, alle Türchen zu öffnen? Bekommt er heraus, was sich hinter dem Adventskalender verbirgt? Und wem muss er alles um Hilfe bitten?

Ich habe dieses Jahr keinen Adventskalender bekommen und da kommt dieses Buch doch wie gerufen zu mir nach Hause geflattert. 24 Kapitel voller Weihnachtszauber, zumindest sagt das der Klappentext, schauen wir doch mal, ob es mich auch verzaubern konnte.

Jonas Klaasen sitzt in sich verschlossen am Küchentisch und frühstückt, als der ganze Trubel beginnt. Er muss in die Schule und es schneit, aber es ist auch der erste Dezembertag und das bedeutet, man darf das erste Kalendertürchen öffnen. Nur hat Familie Klaasen anscheinend keinen und Jonas ist es auch egal, er kann sich der Begeisterung für die Vorweihnachtszeit nicht so recht anschließen. Doch dann findet er am Bordstein in einem Rinnsal einen Holzkasten und aus dem melancholischen dahinlebenden Jungen, wird ein neugieriger und mutiger. Dieser Adventskalender scheint nämlich ein magischer zu sein, denn nur durch Hilfe von Drittem lässt sich das Türchen öffnen. Da muss Jonas aber erst die richtige Person finden und um Hilfe bitten, dann hat er nix von der Schokolade und trotzdem reizt ihn das Abenteuer und er will das Rätsel knacken. Also ein Adventskalender der ganz besonderen Art und für einen Jungen, der aus sich herauskommen soll.

Für mich begann die Geschichte auf den ersten Seiten recht nüchtern geschildert, sogar etwas unterkühlt rüber und ich fragte mich, ob es sich wirklich um eine Weihnachtsgeschichte handelte. Aber man soll dem Ganzen ja auch etwas Zeit geben und so wurde es mit jedem Kapitel besser. Man wächst sozusagen mit Jonas mit, oder man taut mit ihm auf. Ist im Nachgang gut gelungen, aber zuerst fühlt man sich nicht wirklich mit dem Helden verbunden. Allerdings ist die eigene Neugier so groß, was es nun endlich mit dem Kalender auf sich hat, das man einfach weiter liest. Und dieser Adventskalender hat es wirklich in sich, so etwas hatte ich noch nicht gelesen oder gehört. Zum einen muss Jonas Mut beweisen, in dem der sonst so ruhige und schüchterne Junge über seinen Schatten springen muss, um fremde Leute um Hilfe zu bitten. Dann gibt es noch dieses ominöse Rätsel und dann kommt noch etwas magisches hinzu, was ich hier nicht verraten möchte. Alles im allem macht es interessant, neugierig, man geht mit, man möchte mehr wissen und fühlt sich am Ende glücklich in der Weihnachtszeit angekommen, aber ich fand es nicht ganz rund.

Für mich waren die Rätsel einfach zu weit weg, unbegreiflich, verwirrend und als normal Sterblicher nicht lösbar. Oder ich habe es einfach nicht verstanden und ehrlich, wenn es sich für den Leser nicht schlüssig anfühlt, geht für mich etwas verloren und hat mich verwirrt zurückgelassen. Ansonsten fand ich die Entwicklung von Jonas ohne Frage gut gelungen und auch die vielen kleinen Episoden wirklich toll gemacht, auch wenn es für mich hier auch nicht immer harmonisch übergeleitet wurde. Aber das ist zweitrangig. Ganz toll und untermalend fand ich die Illustrationen von Daniel Faller, das war nochmals ein Ansporn immer weiter lesen zu wollen, damit man die nächste entdecken konnte.

Jan Brandt hat ohne Frage eine schöne Adventsgeschichte geschrieben, über einen Jungen, der das Leben und seine Personen darin neu entdecken lernen musste. Über den Mut über sich hinauszugehen, für seine Dinge einzustehen und stark zu bleiben, wenn es mal brenzlig wird. Der Autor wechselt hier gern zwischen den Leichten und fantasievollen, dabei geht er auch gern ins abstrakte über, fängt sich dann aber wieder mit der Wirklichkeit einer liebevollen Familie. Interessant fand ich in seiner Danksagung zu erfahren, dass der Ursprung der Geschichte aus einer Auftragsarbeit hervorgegangen ist, die sich aber erst jetzt so richtig nach seiner anfühlt. Das zeigt doch irgendwie, das ihm der magische Adventskalender selber nicht mehr losgelassen hat.

Der magische Adventskalender ist eine schöne einstimmende Geschichte, die für mich nicht ganz rund war, aber trotzdem schöne Lesestunden beschert hat. Denn wer mag nicht zur Weihnachtszeit, eine Familie haben, die zusammen wächst.

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Ein Adventsweg für Jonas
»Was liest Du?«-Rezension von Buchdoktor, am 17.11.2018

In der Vorweihnachtszeit findet Jonas ein Kästchen aus Ebenholz mit allerlei Türen, das sich als Adventskalender entpuppt. Bewohnt wird der ungewöhnliche Adventskalender von Herrn Oppermann, einem Wichtelmännchen. Jedes Türchen trägt ein Symbol, das auf exakt einen Einwohner des kleinen Ortes Ravenhagen hinweist. Der Zehnjährige muss nun täglich ein Symbol zuordnen und die Person bitten, ihm beim Öffnen behilflich zu sein. Nur die zum Symbol passende Person kann das Türchen öffnen und damit einen Buchstaben freigeben, den Jonas benötigt, um das Rätsel des Kästchens zu lösen. Nicht immer führt die Begegnung mit seinen Informanten Jonas weiter, manchmal stellen sich auf seinem Weg auch neue Rätsel. Jonas sucht Lehrer, Handwerker und Ladenbesitzer auf, die direkt aus der Winkelgasse der Potter-Epoche zu stammen scheinen. In Ravenhagen gibt es noch einen Uhrmacher, eine Schneiderin, eine Parfümerie, einen Imker, aber auch eine jugendliche Punkerin und eine Lehrerin die ihre Schüler ermahnt, ihre Fantasie zu zügeln und sich nur an die Fakten zu halten.

Jonas bewegt sich in einer Welt, die viele Menschen sich erträumen, die jedoch nur existieren kann, wenn wir unsere Einkäufe in den kleinen Geschäften der Stadtzentren erledigen und sie nicht nur als Kulisse im Film bewundern … Wenn ich in der Adventszeit inhabergeführte Fachgeschäfte stärker ins Bewusstsein rücken wollte, würde ich einen ähnlichen Adventsweg entwickeln, wie Jonas ihn in dieser zeitlosen Geschichte beschreitet. Eine Weihnachtsgeschichte für Jung und Alt, in der Jonas lernt zu verzichten und seinen Vater aus einem unerwarteten Blickwinkel zu sehen.

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Es ist Winter in Ravenhagen. Die Bewohner der kleinen Stadt sind schon früh unterwegs, alles wuselt aufgeregt durch die Gassen. Ein Tag wie jeder andere, denkt Jonas Klaasen beim Blick aus dem Fenster. Jonas ist zu schüchtern, zu melancholisch, um in die vorweihnachtliche Begeisterung der anderen einzustimmen. Als er aber vor die Tür tritt, um in die Schule zu gehen, ändert sich alles. Er findet einen Kasten aus Ebenholz, der sich Ebene für Ebene aufklappen lässt: ein Adventskalender. Doch seltsamerweise lassen sich seine Türchen nicht öffnen. Jonas entdeckt, dass die darauf abgebildeten Zahlen und Zeichen Hinweise enthalten - auf Bewohner Ravenhagens, mit deren Hilfe wahre Schätze zum Vorschein kommen. Der magische Adventskalender schickt Jonas auf eine abenteuerliche Reise, an deren Ende er nicht nur viele neue Freunde gewonnen, sondern auch das Geheimnis seiner Familie entschlüsselt haben wird. 'Der magische Adventskalender' ist eine Weihnachtsgeschichte, wie nur Jan Brandt sie zu erzählen vermag: mit einer zauberhaften Verbindung zwischen dem Leichten und dem Abgründigen, Fantasie und Wirklichkeit. Daniel Fallers wunderbare Illustrationen ergänzen die Geschichte auf kongeniale Weise.

Jan Brandt, geboren 1974 in Leer (Ostfriesland). Sein Roman 'Gegen die Welt' (DuMont 2011) stand auf der Shortlist des Deutschen Buch-preises und wurde mit dem Nicolas-Born-Debütpreis ausgezeichnet. Bei DuMont erschienen außerdem 'Tod in Turin' (2015), 'Stadt ohne Engel' (2016), 'Der magische Adventskalender' (2018) und 'Ein Haus auf dem Land/Eine Wohnung in der Stadt' (2019). Daniel Faller, geboren 1973 in Stuttgart, ist diplomierter Illustrator. Ansässig in der Elbmetropole Hamburg arbeitet er seit 2004 in einer Ateliergemeinschaft mitten in der Sternschanze. www.danielfaller.com