Altes Land (eBook)

Roman

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Zwei Frauen, ein altes Haus und eine Art von Familie Das „Polackenkind“ ist die fünfjährige Vera auf dem Hof im Alten Land, wohin sie 1945 aus Ostpreußen mit ihrer Mutter geflohen ist. Ihr Leben lang fühlt sie sich... (weiter)

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Details
AutorIn Dörte Hansen
Seiten 304
EAN 9783641152390
Sprache deutsch
erschienen bei Albrecht Knaus Verlag
Erstverkaufsdatum 16.02.2015
Stichwörter Spiegel Bestseller
Der Geschmack von Apfelkernen
Wir sind doch Schwestern
Hagena
Geesthuysen
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Kopierschutz social-drm
Dateigröße 0.45 MB
Veröffentlichungsjahr 2015
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Ein tolles Buch
»Was liest Du?«-Rezension von frenx, am 01.08.2017

„Altes Haus“ sollte das Buch eigentlich heißen. Denn eigentlich ist es ein Haus, das im Zentrum des Romans „Altes Land“ von Dörte Hansen steht. Ein Haus, das schon bessere Tage erlebt hat. Gleich im ersten Kapitel wird es beschrieben, wie es Wind und Wetter und den Zeiten trotzt, mit seinem struppigen Reetdach, dem alten Fachwerk. Und mit dem Satz „Das Haus stand still“ endet das Buch.

Es sind die Personen in und um dieses Haus, die in „Altes Land“ zum Sprechen gebracht werden. Das Schöne daran ist: sie sind genauso struppig und widerborstig wie das alte Haus selbst. Und gäbe es Dörte Hansen nicht, so kann man sich sicher sein, wären sie nie im Leben so redselig geworden, sondern hätten es dem Haus gleichgetan und geschwiegen.

Das, was an „Altes Land“ von Dörte Hansen so faszinierend ist, ist die Verdichtung einer ländlichen Idylle mit ganz unterschiedlichen Charakterköpfen. Als Leser hat man nicht nur Spaß an den knorrigen Gewächsen, die auf dem Land leben, sondern nimmt auch teil an der Entmystifizierung des achso schönen Landlebens.

Da gibt es den von der Stadt Zugereisten, der im Landleben sein Glück sucht, die Zeitschrift „Land & Lecker“ herausgibt. Bis, ja bis er vom Landleben die Schnauze gestrichen voll hat. Dann ist da noch Anne, die betrogene Ehefrau, die zurück ins elterliche Haus geht und – kritisch beäugt – mit der Renovierung beginnt. Und Vera, die Besitzerin, ist alles andere als eine einfache Frau. Nicht anders steht es allerdings auch um ihre Nachbarn. Aus all diesen eigentümlichen Personen entsteht ein fein verwobenes Beziehungsgeflecht, das nur in dieser Gemengelage funktionieren können. Im Grunde genommen könnte „Altes Land“ immer weitergeschrieben werden – zumindest solange wie es das Haus gibt.

„Altes Land“ ist alles andere als der Versuch einer Entzauberung des Landlebens. Es ist eine wundervolle Beschreibung dessen, was Landleben – zumindest in Norddeutschland – ausmacht und endet viel zu früh.

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Ein tolles Buch
»Was liest Du?«-Rezension von frenx, am 01.08.2017

„Altes Haus“ sollte das Buch eigentlich heißen. Denn eigentlich ist es ein Haus, das im Zentrum des Romans „Altes Land“ von Dörte Hansen steht. Ein Haus, das schon bessere Tage erlebt hat. Gleich im ersten Kapitel wird es beschrieben, wie es Wind und Wetter und den Zeiten trotzt, mit seinem struppigen Reetdach, dem alten Fachwerk. Und mit dem Satz „Das Haus stand still“ endet das Buch.

Es sind die Personen in und um dieses Haus, die in „Altes Land“ zum Sprechen gebracht werden. Das Schöne daran ist: sie sind genauso struppig und widerborstig wie das alte Haus selbst. Und gäbe es Dörte Hansen nicht, so kann man sich sicher sein, wären sie nie im Leben so redselig geworden, sondern hätten es dem Haus gleichgetan und geschwiegen.

Das, was an „Altes Land“ von Dörte Hansen so faszinierend ist, ist die Verdichtung einer ländlichen Idylle mit ganz unterschiedlichen Charakterköpfen. Als Leser hat man nicht nur Spaß an den knorrigen Gewächsen, die auf dem Land leben, sondern nimmt auch teil an der Entmystifizierung des achso schönen Landlebens.

Da gibt es den von der Stadt Zugereisten, der im Landleben sein Glück sucht, die Zeitschrift „Land & Lecker“ herausgibt. Bis, ja bis er vom Landleben die Schnauze gestrichen voll hat. Dann ist da noch Anne, die betrogene Ehefrau, die zurück ins elterliche Haus geht und – kritisch beäugt – mit der Renovierung beginnt. Und Vera, die Besitzerin, ist alles andere als eine einfache Frau. Nicht anders steht es allerdings auch um ihre Nachbarn. Aus all diesen eigentümlichen Personen entsteht ein fein verwobenes Beziehungsgeflecht, das nur in dieser Gemengelage funktionieren können. Im Grunde genommen könnte „Altes Land“ immer weitergeschrieben werden – zumindest solange wie es das Haus gibt.

„Altes Land“ ist alles andere als der Versuch einer Entzauberung des Landlebens. Es ist eine wundervolle Beschreibung dessen, was Landleben – zumindest in Norddeutschland – ausmacht und endet viel zu früh.

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Zwei Frauen, ein altes Haus und eine Art von Familie

Das „Polackenkind“ ist die fünfjährige Vera auf dem Hof im Alten Land, wohin sie 1945 aus Ostpreußen mit ihrer Mutter geflohen ist. Ihr Leben lang fühlt sie sich fremd in dem großen, kalten Bauernhaus und kann trotzdem nicht davon lassen. Bis sechzig Jahre später plötzlich ihre Nichte Anne vor der Tür steht. Sie ist mit ihrem kleinen Sohn aus Hamburg-Ottensen geflüchtet, wo ehrgeizige Vollwert-Eltern ihre Kinder wie Preispokale durch die Straßen tragen – und wo Annes Mann eine Andere liebt. Vera und Anne sind einander fremd und haben doch viel mehr gemeinsam, als sie ahnen.

Mit scharfem Blick und trockenem Witz erzählt Dörte Hansen von zwei Einzelgängerinnen, die überraschend finden, was sie nie gesucht haben: eine Familie.

Dörte Hansen, geboren 1964 in Husum, lernte in der Grundschule, dass es außer Plattdeutsch noch andere Sprachen auf der Welt gibt. Die Begeisterung darüber führte zum Studium etlicher Sprachen wie Gälisch, Finnisch oder Baskisch und hielt noch an bis zur Promotion in Linguistik. Danach wechselte sie zum Journalismus, war einige Jahre Redakteurin beim NDR und arbeitet heute als Autorin für Hörfunk und Print. Sie lebt in der Nähe von Husum. „Altes Land“ ist ihr erster Roman.

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