Totengleich

Totengleich (Taschenbuch)

Kriminalroman (Der zweite Fall)

Tana French

Übersetzung: Ulrike Wasel, Klaus Timmermann

Taschenbuch
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Dem Tod wie aus dem Gesicht geschnitten Als die junge Polizistin Cassie Maddox in ein verfallenes Cottage außerhalb von Dublin gerufen wird, schaut sie ins Gesicht des Todes wie in einen Spiegel: Die Ermordete gleicht ihr... (weiter)

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Details
AutorIn Tana French
Übersetzung Ulrike Wasel, Klaus Timmermann
Edition 8. Aufl.
Seiten 783
EAN 9783596175437
Sprache deutsch
erschienen bei FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum 12.2010
Ursprungstitel The Likeness
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø4.2 | 47 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 4.1 |  7 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 4.2 |  40 Bewertungen

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Freunde für's Leben...
»Was liest Du?«-Rezension von Yexxo, am 25.07.2016

Eine Frau wird tot aufgefunden - und sie gleicht der Ermittlerin Cassie Maddox wie eine Zwillingsschwester. Obwohl Cassie nach ihrer Zeit im Morddezernat nun im Dezernat für Häusliche Gewalt tätig ist, wird sie in diesen Fall im wahrsten Sinne des Wortes hineingezogen. Und zwar so tief, wie sie es sich wohl nie hätte träumen lassen...
Dieses Buch nur einen Krimi zu nennen, würde ihm einerseits ungerecht, zum Anderen wären passionierte KrimiliebhaberInnen eventuell von der Lektüre enttäuscht. Denn die Aufklärung eines Mordes ist nur ein Teil der Geschichte; mindestens ebensoviel Raum nimmt die Beziehung der FreundInnen der Getöteten untereinander ein, die auf eine besondere Weise einmalig war. Was für die meisten Menschen die Familie bedeutet, das waren sie sich als Freunde. Gemeinsam studierten sie an der selben Uni und lebten im selben Haus, gegenüber ihrer Umwelt waren sie eine verschworene Gemeinschaft. Cassie wird im Zuge der Ermittlungen unter besonderen Umständen Teil dieser Gemeinschaft und der Autorin gelingt es, diese intensive Zusammengehörigkeit so deutlich zu machen, dass ich beim Lesen Cassies Hin- und Hergerissensein zwischen Pflicht und dem Zauber dieser Verbundenheit voll und ganz nachvollziehen konnte. Ich konnte nicht anders als diese Gruppe zu beneiden und litt buchstäblich mit, als dieses Verbrechen einen Keil in diese Einheit trieb. Auch ist diese Geschichte nicht nur die Suche nach der Lösung eines Falles, sondern wirft auch Fragen auf wie: Sind Freunde das Wichtigste im Leben? Was macht das Leben schön? Die Autorin gibt keine Antworten darauf, aber es regt zum Nachdenken an. Mich zumindest ;-)
Und nicht zuletzt sind diese 770 Seiten in einen wunderbaren Stil geschrieben, der mich beim Lesen manchmal weniger an einen Krimi denken ließ als an schöne, zum Teil sogar poetische Literatur. Wer glaubt, so etwas passe nicht zusammen: Einfach mal lesen!

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Geht unglaublich unter die Haut!
»Was liest Du?«-Rezension von Ivy, am 14.10.2015

"Über Alexandra Madison müssen Sie vor allem eines wissen: Sie hat nie existiert."

Detective Cassandra Maddox hat sich eigentlich zum Dezernat für häusliche Gewalt versetzen lassen. Trotzdem wird sie von ihrem Kollegen und Freund Sam O'Neill an einen Tatort in einem verlassenen Cottage gerufen. Die Tote sieht ihr nicht nur zum Verwechseln ähnlich, sondern trägt auch die Identität, die Cassie bei ihrem letzten Undercover-Job vor Jahren benutzt hat: Alexandra Madison. Frank Mackey, der damals wie heute Undercover-Ermittlungen leitet, wittert eine nie da gewesene Chance. In minutiöser Kleinarbeit lernt Cassie, wie diese Lexie Madison war, wie sie sich bewegt hat, wie sie gesprochen hat, wen sie gekannt, wen gemocht hat. Und dann wird sie mit der Geschichte, den Messerangriff knapp überlebt zu haben, zu Lexies vier Mitbewohnern in das alte Anwesen Whitethorn House geschickt, um "von innen" Informationen zu sammeln, die den Ermittlungen die richtige Richtung geben können. Doch für Cassie wird es immer schwieriger, die Grenzen zwischen sich selbst, Cassandra Maddox, und Lexie Madison zu ziehen...

Zum Buch: Bei "Totengleich" handelt es sich um den zweiten Teil einer Krimi-Reihe. Wer den ersten Teil, "Grabesgrün", gelesen hat, für den ist Cassie Maddox keine Unbekannte. Bereits im Vorgänger hat sie mit ihrem Partner in einem kniffeligen Mordfall ermittelt. Aber anstatt ihren Protagonisten wie es in vielen anderen Krimi- oder Thrillerreihen der Fall ist den nächsten Mordfall vorzusetzen, der nach Schema F gelöst wird, gibt Tana French diesem hier einen ganz besonderen Aspekt: Undercover-Arbeit. Und zwar in einem Maß, wie es sie in der irischen Polizeigeschichte noch nie gegeben hat. Abgesehen davon, dass mich Schreibstil und Charakterzeichnung der Autorin bereits in "Grabesgrün" völlig begeistert haben, war das einer der Punkte, die mich so an diesem Buch gereizt haben. Für gewöhnlich werden für Undercover-Einsätze neue Identitäten erfunden. So wie Cassie und Frank Mackey vor Jahren gemeinsam Lexie Madison aus der Taufe gehoben haben, mit allen Details. Jetzt allerdings soll Cassie in die Rolle einer real existierenden Person schlüpfen und deren Mitbewohner, die mit ihr zusammen gelebt haben, täuschen. Klingt absolut unmöglich? Dachte ich mir auch. Und umso gespannter habe ich die Entwicklung verfolgt. Selbst, wenn die Ermittlungen gerade nicht nennenswert voran gekommen sind, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen, weil es einen ganz besonderen Sog entwickelt. Ich glaube ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass auch Cassie sich mehr und mehr in Lexies Leben hineingezogen fühlt. Ihre Mitbewohner, Daniel, Rafe, Abby und Justin, mit ihren ganz eigenen Macken und Gewohnheiten, sind mir ebenso sehr ans Herz gewachsen wie Cassie. Es gab ganz alltägliche Szenen, wie ein gemeinsames Abendessen der fünf, die ich so faszinierend und schön fand, dass ich hinterher nur überrascht darüber blinzeln konnte, weil eigentlich nichts Entscheidendes passiert ist. Ich kann nicht genau mit dem Finger darauf zeigen, wie, wann und was Tana French da mit mir gemacht hat. Aber unter dem Strich stand, dass ich wahnsinnig gerne selbst in Whitethorn House gewesen wäre. Ich habe Abby, Daniel, Rafe und Justin so sehr um ihre Gemeinschaft beneidet, dass es fast ein bisschen weh getan hat. Und schlussendlich, als das Buch zu Ende war, hat es mich mit einer merkwürdigen Leere zurückgelassen, einfach weil es plötzlich vorbei war. Deswegen sind jetzt auch ein paar Tage ins Land gegangen, bis ich die Rezension geschrieben habe. Ich musste erst einmal gründlich darüber nachdenken, wie ich in Worte fasse, was dieser Roman mit mir angestellt hat.

Tana French hat mit "Totengleich" einen mehr als würdigen Nachfolger zu "Grabesgrün" und so unglaublich faszinierende Charaktere geschaffen, dass ich einfach nur jedem dieses Buch ans Herz legen kann. Es ist übrigens in sich geschlossen und kann auch ohne den Vorgänger gelesen werden, die Bezüge zueinander sind minimal.

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Dem Tod wie aus dem Gesicht geschnitten Als die junge Polizistin Cassie Maddox in ein verfallenes Cottage außerhalb von Dublin gerufen wird, schaut sie ins Gesicht des Todes wie in einen Spiegel: Die Ermordete gleicht ihr bis aufs Haar. Wer ist diese Frau? Wer hat sie niedergestochen? Und hätte eigentlich Cassie selbst sterben sollen? Keine Spuren und Hinweise sind zu finden, und bald bleibt nur eine Möglichkeit: Cassie Maddox muss in die Haut der Toten schlüpfen, um den Mörder zu finden. Ein ungeheuerliches Spiel beginnt.

French, Tana 'Pflichtlektüre für alle, die unnachgiebige Intelligenz und raffinierte Plots zu schätzen wissen', sagt die New York Times über Tana French. Die irische Autorin wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet; ihre Romane und ihre Kriminalliteratur stehen weltweit auf den Bestsellerlisten. Tana French wuchs in Irland, Italien und Malawi auf. Sie absolvierte eine Schauspielausbildung am Trinity College und arbeitete für Theater, Film und Fernsehen. Mit ihrer eindrücklichen Sprache zeichnet sie markante Porträts der irischen Gesellschaft und schaut tief in die Seelen von Tätern, Opfern, Ermittlern. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern im nördlichen Teil von Dublin.