Die ewigen Toten (Audio-CD)

Ungekürzte Ausgabe, Lesung

Simon Beckett

Übersetzung: Sabine Längsfeld, Karen Witthuhn

Audio-CD
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Der Geruch des Todes - Ein neuer Fall für David Hunter Nur Fledermäuse verirren sich noch nach St. Jude. Das stillgelegte Krankenhaus im Norden Londons soll in Kürze abgerissen werden. Doch dann wird auf dem... (weiter)

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Details
AutorIn Simon Beckett
Übersetzung Sabine Längsfeld, Karen Witthuhn
Edition 2. Aufl.
EAN 9783839816677
Sprache deutsch
erschienen bei Argon Verlag GmbH
Erscheinungsdatum 12.02.2019
Stichwörter Totenfang
David Hunter 6
forensischer Anthropologe
Leiche
Leichenblässe
Rezensionen
Autorenportrait
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Anthropologe mit detektivischem Gespür
»Was liest Du?«-Rezension von NiWa, am 14.04.2019

Das Krankenhaus St. Jude in London steht schon jahrelang leer. Kurz vor dem Abriss wird am Dachboden eine mumifizierte Leiche gefunden. Bei der Begutachtung des Leichnams bricht die Decke ein. Darunter befindet sich ein unzugänglicher Raum, ausgestattet mit Krankenbetten und weiteren mumifizierten Leichen darin. David Hunters sechster Fall beginnt ... 

"Die ewigen Toten" ist der 6. Teil der David-Hunter-Reihe. Der forensische Anthropologe schreitet dann zur Tat, wenn von Leichen fast nur mehr Knochen übrig sind. Daher ist er beim Fall um die ewigen Toten im ehemaligen Krankenhaus St. Jude gefragt.

Schauplatz der Ermittlungen ist das stillgelegte Krankenhaus St. Jude in London. Es soll abgerissen werden, daher wurden überhaupt erst die Leichen gefunden. Vom Setting her hat es beinahe Lost-Place-Charakter, weil überall noch Überbleibsel vom geschäftigen Treiben vergangener Zeiten sind. 

Die Leichen dürften zu einem späteren Zeitpunkt hinzugekommen sein, gerade deshalb sind David Hunter und sein Fach gefragt.

Der Fall selbst ist aufgrund der mumifizierten Leichen natürlich mysteriös. Hunter geht mit professioneller Ruhe seiner Arbeit nach, und entlockt den Toten ihre Geheimnisse.

Mir gefällt an dieser Reihe, dass man aufgrund Hunters Beruf Einblicke in das Fachgebiet der Anthropologie erhält. Es gibt Fakten zu Beckenknochen, der Länge von Oberschenkelknochen, woran man das Alter einer skelettierten Leiche erkennt, und wie ein Gebissvergleich funktioniert. All diese Hintergrundinformationen machen die Reihe interessant für mich.

Dabei ist es in Ordnung, dass der Fall an sich eher ruhig abgehandelt wird. Der smarte Anthropologe mischt sich unabsichtlich in die Ermittlungen ein, schlägt Wellen bei offiziellen Stellen, und merkt dabei, dass die jüngere Anthropologen-Generation mittlerweile in den Startlöchern steht. 

All das hat Simon Beckett fesselnd und gekonnt umgesetzt, und den kriminalistischen Anteil auf eine interessante Grundlage gebaut. Obwohl ich bei Krimis oft ahne, wer in welchem Ausmaß seine Finger im Spiel hat, konnte mich Beckett am Ende sogar verblüffen - was die Handlung zu einem kriminalistischen Vergnügen macht.

Außerdem weiß ich es zu schätzen, dass Hunter weder ein durchtrainierter Action-Held noch im Fall selbst eine persönliche Rechnung begleicht. Er ist schlicht und einfach Anthropologe mit detektivischem Gespür, das bei manchem Fall eine Hilfe ist.

Im Endeffekt bin ich von „Die ewigen Toten“ begeistert. Es war genau das, was ich mir von einem soliden David-Hunter-Krimi erwarte. Ich hoffe auf weitere Bände, und freue mich, falls es mit Hunter wieder an die Knochen geht.

Die David-Hunter-Reihe:
1) Die Chemie des Todes
2) Kalte Asche
3) Leichenblässe
4) Verwesung
5) Totenfang
6) Die ewigen Toten

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Auch die hier vorliegende ungekürzte Lesung des neuen sechsten Bandes mit David Hunter überzeugt auf ganzer Linie
»Was liest Du?«-Rezension von Winfried Stanzick, am 05.03.2019

Simon Beckett, Die ewigen Toten (Hörbuch), Argon Verlag 2019, ISBN 978-3-8398-1667-7

 

Das vorliegende Buch ist der mittlerweile sechste Band der Thrillerreihe um den forensischen Anthropologen David Hunter. Man kann das Buch und die Geschichte seines Protagonisten ohne weiteres gut verstehen, auch wenn man, wie der Rezensent, die ersten Bände nicht gelesen hat, was ich im Nachhinein sehr bedaure.

 

Immer wieder vermittelt Simon Beckett in kleinen Rückblicken und einzelnen Hinweisen etwas von der Vergangenheit von Simon Hunter. Wie er seine Frau und seine kleine Tochter bei einem Verkehrsunfall verloren hat, wie er selbst mehrfach bei seinen Einsätzen nur knapp dem Tod entkommen ist und vor allen Dingen, wie eine psychisch gestörte wunderschöne Frau namens Grace Strachan ihn  beinahe mit einem Messer getötet hätte.

Hunter wohnt deshalb im neuen Buch nicht mehr in seiner alten Londoner Wohnung, sondern in einem exklusiven neuen Wohnblock, wo ihm ein Bekannter vorübergehend eine möblierte Wohnung vermittelt hat. Bei ihm wohnt seine neue Partnerin Rachel, eine Meeresbiologin. Mit ihr hofft er auf eine neue private Zukunft, die ihn die traumatische Vergangenheit vergessen lässt.

 

Nur so viel sei verraten: beide Frauen  werden in dem neuen Buch für Hunter nicht unwichtige Rollen spielen. Hunter arbeitet in seinem neuen Fall wieder mit den aus den früheren Büchern bekannten Polizisten zusammen und es wird sich herausstellen, dass die Lösung des neuen Falles nicht nur für alle eine lebensgefährliche Aufgabe wird, sondern auch für den Forensiker David Hunter eine echte professionelle Herausforderung darstellt.

 

In dem seit Jahren stillgelegten Krankenhaus St. Jude im Londoner Norden, das in Kürze abgerissen werden soll um dann wohl Luxuswohnungen zu weichen, wird auf dem zugestaubten Dachboden eine in eine Plastikfolie gewickelte mumifizierte Leiche gefunden.  Beim Versuch, diese wohl schon lange in St. Jude liegende Leiche zu bergen, bricht der Dachboden an einer Stelle ein, ein Kollege von Hunter stürzt ab und verletzt sich schwer. Bei der Rettung des Kollegen entdecken die Ermittler in einem rundum verschlossenen, weil zugemauerten Raum ohne Fenster zwei weitere Leichen.

 

Auf keinen  Plänen ist dieser Raum zu finden und die Identifizierung der Toten verläuft zunächst schleppend. In einem angrenzenden Wald trifft Hunter auf eine Frau, die ihn auf seltsame Weise anzieht, obwohl sie mit dem ganzen Fall nichts zu tun haben scheint.

 

Es ist für Hunter eine schwierige Ermittlung, zumal seine Partnerin Rachel für drei Monaten  in die Ägais zu einem Projekt geflogen ist und sie auf dem Boot, auf sie mit anderen  Wissenschaftlern arbeitet, kein WLAN hat. Und auch die Angst, dass Grace Strachan zurückkehren könnte, hat seine einsamen Träume im Griff.

 

Hunter sagt über sich: „Die meisten Menschen finden meinen Beruf vermutlich seltsam, geradezu makaber. Ich verbringen mehr Zeit mit den Toten als mit den Lebenden und untersuche Verwesung und Zerfall, um menschliche Überreste zu identifizieren.“

 

Mit einer großen Sachkenntnis und vielen Fachbegriffen beschreibt Simon Beckett  auch in seinem neuen Roman die nicht immer geruchsfreie Arbeit seiner Hauptperson. Doch er macht das so, dass der Leser keinen Abscheu oder Ekel empfindet, sondern zunehmendes Interesse gepaart mit einer ungewöhnlichen Spannung.

 

David Hunter ist ein ungewöhnlicher, vom Schicksal erheblich gebeutelter Forensiker, der mir schnell sehr sympathisch wurde und es bis zum Ende blieb. Das nächste Buch werde ich sicher nicht verpassen.

 

Johannes Steck, die deutsche Stimme von Simon Beckett ist für seine Hörbucheinspielungen der ersten fünf Hunter-Bände schon mehrfach mit  der Goldenen Schallplatte ausgezeichnet worden. Seine tiefe und raue Stimme passt einfach hervorragend zu dieser soghaft ihren Hörer anziehenden Romanwelt, die Simon Beckett mit seinen Büchern entwirft.

Auch die hier vorliegende ungekürzte Lesung des neuen sechsten Bandes mit David Hunter überzeugt auf ganzer Linie.

 

 

 

 

 

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Der Geruch des Todes - Ein neuer Fall für David Hunter Nur Fledermäuse verirren sich noch nach St. Jude. Das stillgelegte Krankenhaus im Norden Londons soll in Kürze abgerissen werden. Doch dann wird auf dem staubigen Dachboden eine Leiche gefunden, eingewickelt in eine Plastikhülle. Die Leiche, das sieht Dr. David Hunter sofort, liegt dort schon seit langer Zeit. Durch das trockene Klima ist der Körper teilweise mumifiziert. Als der forensische Anthropologe den Fund näher untersucht, stellt er fest, dass es sich um eine Frau handelt. Eine schwangere Frau. Beim Versuch, die Tote zu bergen, entdeckt die Polizei ein fensterloses Krankenzimmer, das nicht auf den Plänen verzeichnet ist. Warum wurde der Eingang zugemauert, obwohl dort nach wie vor Krankenbetten stehen? Betten, in denen noch jemand liegt ...

Beckett, Simon Simon Beckett arbeitete als freier Journalist und schrieb für bedeutende britische Zeitungen wie Times, Daily Telegraph oder Observer. Im Laufe seiner journalistischen Arbeit spezialisierte Beckett sich auf kriminalistische Themen. Heute ist er einer der bedeutendsten englischen Autoren von Kriminalromanen, dessen Bücher und Hörbücher sich regelmäßig auf den Bestsellerlisten finden. Simon Beckett ist verheiratet und lebt in Sheffield. Steck, Johannes Johannes Steck, als Theater- und Fernsehschauspieler sehr erfolgreich, widmet sich heute vorrangig seiner vielgelobten Sprechertätigkeit. Seine ausdrucksstarke, tiefe Stimme mit dem rauen Timbre zieht jeden Hörer in ihren Bann.