Töchter einer neuen Zeit (Taschenbuch)

Roman

Taschenbuch
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Vier Frauen, Zwei Weltkriege, Hundert Jahre Deutschland Einer neuen - einer friedlichen - Generation auf die Welt helfen, das ist Henny Godhusens Plan, als sie im Frühjahr 1919 die Hebammenausbildung an der Hamburger... (weiter)

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Details
AutorIn Carmen Korn
Edition 27. Aufl.
Seiten 553
EAN 9783499272134
Sprache deutsch
erschienen bei Rowohlt Taschenbuch
Erscheinungsdatum 23.06.2017
Stichwörter Finkenau
Hebamme
Deutschland
Familiengeschichte
Mütter
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø4.1 | 19 Meinungen

davon Rezensionen:
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Frauenschicksale
»Was liest Du?«-Rezension von buecherwurm1310, am 20.01.2019

'Töchter einer neuen Zeit' ist der Auftakt einer Trilogie, mit der uns Carmen Korn am Leben von vier Frauen teilhaben lässt. Dieser Band umfasst die Zeit von 1919 bis 1948.

Es beginnt in Hamburg im Jahr 1919. Der Krieg ist zwar vorbei, aber die Auswirkungen sind immer noch spürbar. Trotzdem haben die Menschen Hoffnung, dass es nun friedlich bleibt.

Mich hat der Schreibstil nicht so ganz überzeugt, dass die Perspektiven häufig wechselten und ich oft nicht so recht wusste, wo ich mich nun der Geschichte befand. Manches war mir einfach auch zu ausführlich und zu nüchtern beschrieben, mir fehlten da einfach Emotionen. Trotzdem packten mich die Lebensgeschichten der Menschen.

Es ist eine Geschichte von vier Frauen, die aus sehr unterschiedlichen Verhältnissen stammen, und trotzdem Freundinnen sind. Henny Godhusen und ihre Freundin Käthe Laboe machen eine Ausbildung als Hebamme an der Hamburger Frauenklinik Finkenau. Ida kommt aus wohlhabendem Haus und hat noch nicht viel vom wirklichen Leben gesehen und die Lehrerin Lina führt ein unkonventionelles Leben. Käthe stammt aus eher ärmlichen Verhältnissen, was ihre Begeisterung für den Kommunismus verständlich macht. Daneben gibt es noch eine ganze Reihe von Nebencharakteren. Jede von ihnen ist aber auf der Suche nach dem eigenen Glück.

Erzählt wird die Geschichte aus sehr unterschiedlichen Perspektiven, was dafür sorgt, dass man zwar einen umfassenden Überblick bekommt, andererseits aber auch manchmal etwas unübersichtlich wird. Die Menschen haben es in jener Zeit nicht unbedingt leicht. Auch schlägt das Schicksal manchmal unerbittlich zu.

Die politische Lage wird auch sehr gut aufgegriffen und man erfährt, welche Auswirkungen das Erstarken der Nationalsozialisten auf das Leben hat. Es wird denunziert und dadurch entsteht überall Misstrauen - und dann droht wieder ein Krieg.

Eigentlich eine Geschichte, wie sie schon öfters erzählt wurde und dennoch gefällt mir, dass wir in den drei Bänden die Frauen über einen längeren Zeitraum begleitet dürfen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

 

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Töchter einer neuen Zeit/Deutsche Zeitgeschichte von 1919-1948
»Was liest Du?«-Rezension von Gittenen, am 01.01.2019

Das Buch zeichnet meiner Meinung ein gutes Bild der Lebens in Deutschland zwischen 1919- 1948 , wobei man das bei so komplexen Umständen nicht so genau sagen kann. Es wurde aber dargestellt dass der normale Deutsche genauso Freud und Leid erlebt hat und dass nicht jeder per se ein Nazi war. Man konnte auch gut sehen wie eng das Sozialleben von Juden und Nichtjuden bis zu  diesem Zeitpunkt verflochten  war. Wie selbstverständlich das miteinander war, sei es nur beim Händler um die Ecke. Manches mag ein bißchen konstruiert sein, aber das ist dramaturgisch bedingt.

Am Anfang des Romans haben mich die kurzen Kapitel etwas gestört, ich musste mich erst langsam in die Geschichte einfinden. Langsam ist hier das richtige Wort .Langsam lernt man die Personlchkeiten der Hauptproganisten kennen,so ähnlich wie du auch einen Menschen langsam Stück für Stück kennen lernst. Das hat mir sehr gut gefallen, so dass ich gerne einen weiteren Band lesen möchte, um zu erfahren wie es mit ihren Schicksalen weiter geht.

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Vier Frauen, Zwei Weltkriege, Hundert Jahre Deutschland Einer neuen - einer friedlichen - Generation auf die Welt helfen, das ist Henny Godhusens Plan, als sie im Frühjahr 1919 die Hebammenausbildung an der Hamburger Frauenklinik Finkenau beginnt. Gerade einmal neunzehn Jahre ist sie alt, doch hinter ihr liegt bereits ein Weltkrieg. Jetzt herrscht endlich Frieden, und Henny verspürt eine große Sehnsucht nach Leben. Drei Frauen begleiten sie auf ihrem Weg: Ida wohnt in einem der herrschaftlichen Häuser am Hofweg und weiß nicht viel von der Welt jenseits der Beletage. Hennys Kollegin Käthe dagegen stammt aus einfachen Verhältnissen und unterstützt die Kommunisten. Und Lina führt als alleinstehende Lehrerin ein unkonventionelles Leben. Die vier Frauen teilen Höhen und Tiefen miteinander, persönliche Schicksalsschläge und die Verwerfungen der Weltpolitik, vor allem der Aufstieg der Nationalsozialisten und der drohende Zweite Weltkrieg, erschüttern immer wieder die Suche nach dem kleinen Glück. "Töchter einer neuen Zeit" ist der Auftakt einer Trilogie, die diese vier Frauen, ihre Kinder und Enkelkinder durch das 20. Jahrhundert begleitet.

Korn, Carmen Carmen Korn wurde 1952 in Düsseldorf als Tochter des Komponisten Heinz Korn geboren. Nach ihrer Ausbildung an der Henri-Nannen-Schule arbeitete sie als Redakteurin u.a. für den 'Stern'. Sie ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.