Töchter einer neuen Zeit (Taschenbuch)

Roman

Taschenbuch
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Vier Frauen, Zwei Weltkriege, Hundert Jahre Deutschland Einer neuen - einer friedlichen - Generation auf die Welt helfen, das ist Henny Godhusens Plan, als sie im Frühjahr 1919 die Hebammenausbildung an der Hamburger... (weiter)

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Details
AutorIn Carmen Korn
Edition 28. Aufl.
Seiten 553
EAN 9783499272134
Sprache deutsch
erschienen bei Rowohlt Taschenbuch
Erscheinungsdatum 23.06.2017
Stichwörter Finkenau
Hebamme
Deutschland
Familiengeschichte
Mütter
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø4.2 | 23 Meinungen

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Berührend und gut unterhaltend werden hier geschichtliche Einblicke gewährt.
»Was liest Du?«-Rezension von sommerlese, am 19.03.2019

Dieser Roman dreht sich um vier Frauen in Hamburg von 1919 bis 1948 und lässt den Leser teilhaben an ihrem Leben, mit ihren Hoffnungen und Verzweiflungen.

Ida lebt in einer Stadtvilla und kennt keine Not. Hennys Kollegin Käthe ist aus einfachen Verhältnissen und unterstützt die Kommunisten. Lina ist alleinstehende Lehrerin und führt ein unkonventionelles Leben.


Die Frauen träumen von einem friedlichen Leben nach dem ersten Weltkrieg, sie sind voller Tatendrang und voller Wünsche auf die Erfüllung persönlicher Lebensziele und Träume. Doch die politische Entwicklung macht ihnen einen Strich durch die Rechnung. Die Nationalsozialisten erstarken, bringen die Bevölkerung erneut in einen grauenhaften und zerstörerischen Krieg.


Carmen Korn gelingt mit ihren bildhaften Schilderungen der Nachkriegszeit in der Hansestadt Hamburg ein authentischer und eindringlicher Blick in diese Zeit. Die vier Frauenfiguren hat sie als Beispiele tausender Frauenschicksale in den Mittelpunkt der Geschichte gestellt. Sie hat sie mit geübtem Blick ganz individuell gezeichnet und so beschrieben, dass man sie alle gut voneinander unterscheiden kann. Sie wurden mir beim Lesen sehr vertraut und ich habe mit ihnen mitgefühlt und gemeinsam auf bessere Chancen gehofft.


Die Verzweiflung der Menschen wird spürbar, wenn man die Szenen in den Luftschutzkellern liest. Man erlebt die Bombardements hautnah mit, sorgt sich um die Menschen und ist höchst betroffen über die Grausamkeit menschlicher Vernichtungsmaschinerie. Der 28. Juli 1943 ging als Vernichtungsschlag Hamburgs in die Geschichte der Stadt ein.


Die Autorin hat einen einnehmenden Schreibstil, dem man gerne folgt. Sie macht Emotionen spürbar, zeigt Ängste und Verlustschmerzen und bringt gleichzeitig den Lebensalltag der Menschen klar umrissen aufs Papier. Auch wenn manche Schilderungen etwas in die Länge gezogen wirken oder auf den ersten Blick als Füllmaterial erscheinen, alle diese Vorgänge bringen insgesamt ein gesamtes Bild zustande, das man auf sich wirken lassen muss.

Unter welchen Bedingungen haben die Frauen damals in Hamburg gelebt? Auf was haben sie alles verzichtet und wie konnten sie Stärke beweisen in dieser schwierigen Zeit?

 

Berührender Roman, dessen realistische Darstellung vor weiteren Kriegen als Mahnung dienen sollte. Für dieses Buch möchte ich eine Leseempfehlung aussprechen.

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Frauenschicksale
»Was liest Du?«-Rezension von buecherwurm1310, am 20.01.2019

'Töchter einer neuen Zeit' ist der Auftakt einer Trilogie, mit der uns Carmen Korn am Leben von vier Frauen teilhaben lässt. Dieser Band umfasst die Zeit von 1919 bis 1948.

Es beginnt in Hamburg im Jahr 1919. Der Krieg ist zwar vorbei, aber die Auswirkungen sind immer noch spürbar. Trotzdem haben die Menschen Hoffnung, dass es nun friedlich bleibt.

Mich hat der Schreibstil nicht so ganz überzeugt, dass die Perspektiven häufig wechselten und ich oft nicht so recht wusste, wo ich mich nun der Geschichte befand. Manches war mir einfach auch zu ausführlich und zu nüchtern beschrieben, mir fehlten da einfach Emotionen. Trotzdem packten mich die Lebensgeschichten der Menschen.

Es ist eine Geschichte von vier Frauen, die aus sehr unterschiedlichen Verhältnissen stammen, und trotzdem Freundinnen sind. Henny Godhusen und ihre Freundin Käthe Laboe machen eine Ausbildung als Hebamme an der Hamburger Frauenklinik Finkenau. Ida kommt aus wohlhabendem Haus und hat noch nicht viel vom wirklichen Leben gesehen und die Lehrerin Lina führt ein unkonventionelles Leben. Käthe stammt aus eher ärmlichen Verhältnissen, was ihre Begeisterung für den Kommunismus verständlich macht. Daneben gibt es noch eine ganze Reihe von Nebencharakteren. Jede von ihnen ist aber auf der Suche nach dem eigenen Glück.

Erzählt wird die Geschichte aus sehr unterschiedlichen Perspektiven, was dafür sorgt, dass man zwar einen umfassenden Überblick bekommt, andererseits aber auch manchmal etwas unübersichtlich wird. Die Menschen haben es in jener Zeit nicht unbedingt leicht. Auch schlägt das Schicksal manchmal unerbittlich zu.

Die politische Lage wird auch sehr gut aufgegriffen und man erfährt, welche Auswirkungen das Erstarken der Nationalsozialisten auf das Leben hat. Es wird denunziert und dadurch entsteht überall Misstrauen - und dann droht wieder ein Krieg.

Eigentlich eine Geschichte, wie sie schon öfters erzählt wurde und dennoch gefällt mir, dass wir in den drei Bänden die Frauen über einen längeren Zeitraum begleitet dürfen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

 

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Vier Frauen, Zwei Weltkriege, Hundert Jahre Deutschland Einer neuen - einer friedlichen - Generation auf die Welt helfen, das ist Henny Godhusens Plan, als sie im Frühjahr 1919 die Hebammenausbildung an der Hamburger Frauenklinik Finkenau beginnt. Gerade einmal neunzehn Jahre ist sie alt, doch hinter ihr liegt bereits ein Weltkrieg. Jetzt herrscht endlich Frieden, und Henny verspürt eine große Sehnsucht nach Leben. Drei Frauen begleiten sie auf ihrem Weg: Ida wohnt in einem der herrschaftlichen Häuser am Hofweg und weiß nicht viel von der Welt jenseits der Beletage. Hennys Kollegin Käthe dagegen stammt aus einfachen Verhältnissen und unterstützt die Kommunisten. Und Lina führt als alleinstehende Lehrerin ein unkonventionelles Leben. Die vier Frauen teilen Höhen und Tiefen miteinander, persönliche Schicksalsschläge und die Verwerfungen der Weltpolitik, vor allem der Aufstieg der Nationalsozialisten und der drohende Zweite Weltkrieg, erschüttern immer wieder die Suche nach dem kleinen Glück. "Töchter einer neuen Zeit" ist der Auftakt einer Trilogie, die diese vier Frauen, ihre Kinder und Enkelkinder durch das 20. Jahrhundert begleitet.

Korn, Carmen Carmen Korn wurde 1952 in Düsseldorf als Tochter des Komponisten Heinz Korn geboren. Nach ihrer Ausbildung an der Henri-Nannen-Schule arbeitete sie als Redakteurin u.a. für den «Stern». Sie ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.