Die Sonnenschwester (Buch)

Roman

Lucinda Riley

Übersetzung: Sonja Hauser, Sibylle Schmidt, Ursula Wulfekamp

Buch
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Reich, berühmt und bildschön: das ist Elektra d'Aplièse, die als Model ein glamouröses Leben in New York führt. Doch der Schein trügt - in Wahrheit ist sie eine verzweifelte junge Frau, die im... (weiter)

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Details
AutorIn Lucinda Riley
Übersetzung Sonja Hauser, Sibylle Schmidt, Ursula Wulfekamp
Edition Deutsche Erstausgabe
Seiten 830
EAN 9783442314478
Sprache deutsch
erschienen bei Goldmann Verlag
Erscheinungsdatum 25.11.2019
Ursprungstitel The Sun Sister
Serien Die sieben Schwestern
Stichwörter Kenia
Happy Valley Set
Die sieben Schwestern
Weltbestseller
Massai
Rezensionen
Autorenportrait
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Elektra, die Prominente
»Was liest Du?«-Rezension von NiWa, am 23.02.2020

Elektra ist reich, prominent und schön. Immerhin verdient sich die Jüngste der d’Aplièse-Schwestern ihren Lebensunterhalt als Topmodel. Gehetzt von Glanz und Glamour versinkt sie immer mehr im Drogensumpf, wodurch sie an ihre Grenzen stößt. Doch als ihre Großmutter Stella den Laufsteg von Elektras Leben betritt, erfährt sie, woher sie stammt, und warum das Wissen um ihre Wurzeln wichtig ist.

"Die Sonnenschwester" ist der sechste Band der Sieben-Schwestern-Reihe von Lucinda Riley. Obwohl es eigentlich nur sechs Schwestern sind, beschäftigt sich diese Reihe mit der Herkunft der sieben Schwestern aus dem Hause d’Aplièse. Allesamt sind sie von Pa Salt adoptiert und er hat ihnen eine märchenhafte Kindheit in einem Anwesen am Genfer See geschenkt. Mit Pa Salts Tod ist es für die Frauen an der Zeit, sich mit ihrer Herkunft auseinanderzusetzen. Dazu widmet Lucinda Riley jeder Schwester einen eigenen Band.

Elektra ist die Jüngste der Schwestern, die umgeben vom Glamour der Modewelt in New York residiert. Jedoch verzweifelt das attraktive Model immer mehr am eingeschlagenen Weg. Sie verliert sich in einer Spirale aus Männerbekanntschaften, Alkohol und Drogen, und übersieht, dass es andere Möglichkeiten im Leben gibt. 

Doch dann wird Elektra vom Besuch ihrer leiblichen Großmutter überrumpelt. Stella erzählt ihr die Geschichte ihrer Herkunft, worin die Amerikanerin Cecily Huntley-Morgan eine treibende Rolle spielt. 

Damit bleibt Lucinda Riley ihrer bisherigen Vorgehensweise treu und sie teilt den Roman in zwei hauptsächliche Erzählstränge ein. In der Gegenwart begleitet man Elektra, und lernt das Topmodel mit ihren Macken und Allüren kennen. Im Vergangenheitsstrang reist man mit Cecily Huntley-Morgan nach Kenia, wo Elektras Schicksal Jahrzehnte vor ihrer Geburt beeinflusst wird.

Der Part um Elektra war meinem Empfinden nach speziell. Mir war von vornherein bewusst, dass es sich bei ihr um den schwierigsten und kritischsten Charakter der Schwestern handelt. Obwohl sie mir durchgängig nicht sympathisch war, fand ich ihre Entwicklung überzeugend und habe mit ihr gefühlt, was teilweise eine Achterbahnfahrt ist. Besonders gut hat Riley die Abhängigkeit von Drogen und Alkohol sowie Elektras Entzug beschrieben. Auch wenn das Thema an sich nicht unbedingt so packend ist, waren es fesselnde Lesemomente, die insgesamt aufwühlend und bewegend sind.

Allerdings neigt Riley zu einer übertriebenen Gutwilligkeit, weil sie unnötige Nebenhandlungen kreiert und thematisch das Fass zum Überlaufen bringt. Zum Beispiel wird der muslimische Glauben als beiläufiger Strang erkoren, was - meiner Meinung nach - als Ergänzung zu Rassismus, Sucht und sozialer Ungerechtigkeit zu viel gewesen ist.

Herzstück des Romans ist Cecily Huntley-Morgan, die es als junge Frau in den 1940er-Jahren nach Kenia verschlägt. Hiermit hat Lucinda Riley eine Hommage an Tania Blixen und "Jenseits von Afrika" geschaffen, weil es einige Parallelen zu dem Klassiker gibt. Es kommt sogar ein Herr vor, der unverschämte Ähnlichkeit mit Robert Redford hat, was mancher Nebenfigur dieses Romans ins Auge sticht:

"Er erinnert mich ein bisschen an Robert Redford, findest du nicht?" (S. 748) 

Nichtsdestotrotz geht Riley ihren eigenen Weg und lässt das Kenia dieser Zeit lebendig werden. Die weite Savanne, Lebenshunger und selbstgewählte Einsamkeit konkurrieren mit unbändigem Tatendrang, dem Streben nach Sinn und einer Liebe, die erst am Entstehen ist. Cecilys Geschichte hat mich ergriffen, mich berührt und ich habe den Kopf geschüttelt, weil ich so manche Entscheidung dieser Frau kaum ertragen habe.

Für mich ist „Die Sonnenschwester“ ein ergreifender Roman, um Liebe, Familie und Afrika, der den übertriebenen Goodwill und Glamour der Gegenwart in den Schatten stellt. Insgesamt ist es der komplexeste, thematisch schwierigste Band der Reihe, der dank der interessanten Protagonisten auf jeden Fall zu fesseln weiß. 

Letztendlich bin ich nun auf den Abschlussband der Reihe gespannt, und freue mich, wenn es mit dem Geheimnis um die mysteriöse siebente Schwester weitergeht.


Die Sieben-Schwestern-Reihe:
1) Die sieben Schwestern
2) Die Sturmschwester
3) Die Schattenschwester
4) Die Perlenschwester
5) Die Mondschwester
6) Die Sonnenschwester

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Eine Reise nach Afrika, spannend erzählt
»Was liest Du?«-Rezension von lielo99, am 16.01.2020

Nicht alleine die Tatsache, dass sie eine dunkle Hautfarbe hat, macht Elektra zu etwas Besonderem. Sie ist zudem bildhübsch und feiert als Model einen Erfolg nach dem anderen. Sie ist reich und jettet durch die Welt. Dabei kommt sie nicht nur ihren Schwestern oft mit ihrer schlechten Laune und ihren Wutausbrüchen in die Quere. Und nicht nur ihnen. Auch ihr verstorbener Vater Pa Salt und Miriam (Ma) litten bzw. leiden unter ihrem zügellosen Temperament. Doch wie so oft, trügt der Schein. Elektra ist zwar nach außen hin selbstbewusst und beneidenswert reich. Allerdings hat sie eine Seite, die nicht einmal sie selbst kennt. Sie ist ein zutiefst gekränktes und heimatloses „Kind“, welches sich mit Drogen aufputscht, um das Leben ertragen zu können.

 

Die sechste Schwester Elektra ist wohl die schwierigste von den sieben. Sie leidet und lässt ihre Umwelt ihr Ungemach spüren. Bis sie merkt, dass es so nicht weiter geht. Es fehlt nicht viel und sie stirbt. Erst im letzten Augenblick kann sie gerettet werden. Dieses Erlebnis lässt sie umdenken und sie trifft eine folgenschwere Entscheidung. Das plötzliche Erscheinen ihrer Großmutter Stella trägt ebenfalls einen Großteil dazu bei.

 

In dem 6. Band der Schwesternreihe entführt uns Lucinda Riley nach Afrika. Dort liegen die Wurzeln Elektras und auch in dem fernen Land waren die Folgen des schrecklichen Zweiten Weltkriegs spürbar. Auch dieser Roman gefiel mir sehr gut. Die Autorin hat mal wieder perfekt und akribisch recherchiert. Ihr Stil lässt sich angenehm lesen und die Übersetzerin hat gute Arbeit geleistet. Kein Band der Reihe war mir bisher langweilig. Nie hatte ich das Gefühl, Frau Riley würde sich wiederholen oder nur noch schreiben, um ein dickes Buch zu füllen. Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Band der „Sieben Schwestern“.

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Reich, berühmt und bildschön: das ist Elektra d'Aplièse, die als Model ein glamouröses Leben in New York führt. Doch der Schein trügt - in Wahrheit ist sie eine verzweifelte junge Frau, die im Begriff ist, ihr Leben zu ruinieren. Da taucht eines Tages ihre Großmutter Stella auf, von deren Existenz Elektra nichts wusste. Sie ist ein Adoptivkind und kennt ihre Wurzeln nicht. Als Stella ihr die berührende Lebensgeschichte der jungen Amerikanerin Cecily Huntley-Morgan erzählt, öffnet sich für Elektra die Tür zu einer neuen Welt. Denn Cecily lebte in den 1940er Jahren auf einer Farm in Afrika - wo einst Elektras Schicksal seinen Anfang nahm ...

Riley, Lucinda Lucinda Riley wurde in Irland geboren und verbrachte als Kind mehrere Jahre in Fernost. Sie liebt es zu reisen und ist nach wie vor den Orten ihrer Kindheit sehr verbunden. Nach einer Karriere als Theater- und Fernsehschauspielerin konzentriert sich Lucinda Riley heute ganz auf das Schreiben - und das mit sensationellem Erfolg: Seit ihrem gefeierten Roman »Das Orchideenhaus« stürmte jedes ihrer Bücher die internationalen Bestsellerlisten. Lucinda Riley lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern an der englischen Küste in North Norfolk und in West Cork, Irland.