Lost in Fuseta - Spur der Schatten (Taschenbuch)

Ein Portugal-Krimi

Taschenbuch
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"Mit Leander Lost hat der Autor eine faszinierende Ermittlerfigur erschaffen." Hamburger Abendblatt. Nach dem fulminanten Start seiner Krimireihe um Leander Lost, den so ungewöhnlichen wie liebenswerten Hamburger Kommissar... (weiter)

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Details
AutorIn Gil Ribeiro
Seiten 400
EAN 9783462051247
Sprache deutsch
erschienen bei Kiepenheuer & Witsch GmbH
Erscheinungsdatum 12.04.2018
Stichwörter Asperger-Autist
Lagos
Angola
Algarve
portugiesischer Krimi
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø4.5 | 20 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 4.5 |  12 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 4.4 |  8 Bewertungen

5 Sterne
( 5 )
4 Sterne
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1 Stern

Interessant, unterhaltsam, und spannend
»Was liest Du?«-Rezension von Ridata, am 23.06.2019

Die Polizistin Teresa Fiadeiro wird vermisst. Zunächst findet man ihr Auto in einem Parkhaus in Lagos und wenig später ihre Leiche in einem alten Brunnen. Teresa Fiadeiro wurde aus nächster Nähe erschossen. Damit beginnt der zweite Fall der Sub-Inspektoren Graciana Rosado und Carlos Esteves von der Polizeidirektion in Faro sowie ihrem deutschen Kollegen Leander Lost.

Seit dem ersten Fall ist ein halbes Jahr vergangen und die Sub-Inspektoren haben sich an Leander Lost mit dem Asperger-Syndrom gewöhnt, auch wenn es nicht immer leicht fällt. Sie wissen die ungewöhnlichen Fähigkeiten ihres Kollegen zu schätzen und können diese für ihre Arbeit nutzen. Auch Lost selber fühlt sich immer mehr im Team aufgehoben und vor allem geschätzt. Insgesamt sind alle Charaktere sehr respektvoll beschrieben trotz so mancher Schrullen. Privates wie Berufliches ist eng miteinander verbunden. So spielen unter anderem Gracianas Schwester, Soraia Rosado und die Tochter der Ermordeten, Eva Fiadeiro, die auch unter dem Asperger-Syndrom leidet, eine entscheidende Rolle in Leander Losts Leben. Amüsant ist das „Kompendium sinnloser Sätze“ mit dem Lost sich in für ihn völlig überflüssigem Small-Talk versucht.

Gil Ribeiro alias Holger Karsten Schmidt schreibt mit viel Liebe zum Detail, man merkt ihm seine Begeisterung für Land, Leute und Kulinarisches deutlich an. Dadurch nimmt der eigentliche Krimi erst im letzten Drittel so richtig an Fahrt auf. Der Hintergrund des Krimis, die ehemalige und heutige Situation früherer Kolonien, in diesem speziellen Fall  Angola, ist ein ausgesprochen interessantes Thema.

Die Schreibweise des Autors ist flüssig, das Buch insgesamt gut zu lesen. Das Cover hat südländisches Flair und passt zum Buch. Vorne und hinten gibt es eine kleine Landkarte, die als Orientierungshilfe dient, so etwas gefällt mir immer sehr gut.

Mich hat dieser eher ungewöhnliche Krimi gut unterhalten und ich freue mich auf Band 3 – Weiße Fracht.

 

 

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Eine Bereicherung, Sie idiota!
»Was liest Du?«-Rezension von E-möbe, am 22.04.2019

Lost hat sich nach seiner schweren Schussverletzung nicht nur erholt, sondern völlig ins portugiesische Team eingegliedert. Sie dulden ihn nicht nur unter sich, sondern akzeptieren ihn mit all seinen Asperger-Eigenheiten. Einige davon kommen ihnen wieder zu Nutzen, als plötzlich eine uniformierte Kollegin verschwindet. Teresa Fiadeiro ist eine organisierte Person, die nicht plötzlich nicht zur Arbeit erscheinen und auf gar keinen Fall ihr Handy zuhause liegen lassen würde. Während die Suche nach Teresa auf Hochtouren läuft, werden eine Frau und ihr Kind entführt. Doch was hat das alles mit der angolanischen Journalistin zu tun, die plötzlich in Fuseta auftaucht? Lost und den anderen läuft plötzlich die Zeit davon ...

Was bei dieser Reihe auffällt, ist nicht nur Lost, der als Asperger mit Inselbegabung schon eine Bereicherung ist - nicht nur für das portugiesische Team, sondern auch in der Krimilandschaft. Nein, auch der Rest des Teams ist so sorgfältig angelegt, so ... nahe, dass man ständig meint, dazuzugehören. Dann der Fall. Es hat was mit Spionage zu tun, ist aber keiner der Mann-aus-der-Kälte-Thriller zu tun. Ohne gute, alte Ermittlungsarbeit geht hier gar nichts, und nicht nur einmal erweisen sich Losts logische Fähigkeiten als unentbehrlich. Da kann man auch drüber hinwegsehen, dass die guten, alten Agenten á la Deep Throat auftauchen oder Carlos irgendwie an der gesamten Küste Freunde hat, die ihm entscheidend helfen. Diese Reihe hebt sich so wohltuend von dem üblichen Einheitsbrei - auch der typischen Südländer-Frankreich-Italien-Krimi - ab, dass ich sie nur weiterempfehlen kann. 4,5/5 Punkten.

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"Mit Leander Lost hat der Autor eine faszinierende Ermittlerfigur erschaffen." Hamburger Abendblatt. Nach dem fulminanten Start seiner Krimireihe um Leander Lost, den so ungewöhnlichen wie liebenswerten Hamburger Kommissar in Diensten der portugiesischen Polícia Judiciária, führt uns Gil Ribeiro mit "Lost in Fuseta - Spur der Schatten" in einen äußerst spannenden Fall, dessen Hintergründe um die koloniale Vergangenheit Portugals kreisen. "Ich habe das Gefühl, ich bin jetzt angekommen", hatte Leander Lost schwer verletzt, aber glücklich zu seinen neuen portugiesischen Kollegen gesagt, nachdem sie in ihrem ersten gemeinsamen Fall den schmutzigen Geschäften eines Wasserversorgers an der Algarve auf die Schliche gekommen waren - und nachdem Lost endlich verstanden hatte, wie man einen gelungenen Witz macht. So stürzt sich der schlaksige Deutsche und Asperger-Autist gemeinsam mit den Sub-Inspektoren Graciana Rosado und Carlos Esteves in die Ermittlungen um eine verschwundene Kollegin - zumal er fasziniert ist von der Tochter der Verschwundenen, die ähnlich eigenwillig auf die Welt zu blicken scheint wie er ... Erneut erzählt Gil Ribeiro mit Dialogwitz und einer solchen Herzenswärme von Leander Lost und seinen Kollegen - man möchte am liebsten sofort an die Algarve reisen, um diese fantastischen Leute kennenzulernen und mitzuermitteln.

Gil Ribeiro, geboren 1965 in Hamburg, landete 1988 während einer Interrail-Reise quer durch Europa nur dank eines glücklichen Zufalls an der Algarve und verliebte sich umgehend in die Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Portugiesen. Seitdem zieht es ihn immer wieder in das kleine Städtchen Fuseta an der Ost-Algarve, wo ihm die Idee zu »Lost in Fuseta« kam. In seinem deutschen Leben ist Gil Ribeiro alias Holger Karsten Schmidt seit vielen Jahren einer der erfolgreichsten Drehbuchautoren Deutschlands. 2011 erschien sein Mittelalter-Thriller »Isenhart« bei Kiepenheuer & Witsch, 2017 folgte der erste Band von »Lost in Fuseta«, 2018 mit »Spur der Schatten - Lost in Fuseta« Band 2. Holger Karsten Schmidt lebt und arbeitet in Asperg in Baden-Württemberg.