Lea (Taschenbuch)

Novelle. Ausgezeichnet mit dem Prix Michel Tournier 2011

Taschenbuch
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Mit einem Nachwort des Autors. Die achtjährige Lea hat sich nach dem Tod der Mutter in eine eigene Welt zurückgezogen, zu der auch der Vater keinen Zutritt hat. Erst der Klang einer Geige holt sie ins Leben... (weiter)

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Details
AutorIn Pascal Mercier
Seiten 256
EAN 9783442737468
Sprache deutsch
erschienen bei btb Taschenbuch
Erscheinungsdatum 08.2009
Serien btb
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Food for Thoughts
»Was liest Du?«-Rezension von Ramona, am 15.08.2014

Nachdem ich mich in "Nachtzug nach Lissabon" verliebt habe, wollte ich unbedingt noch andere Bücher von Pascal Mercier (Pseudonym von Peter Bieri) lesen. Lea fiel mir dabei auf einem Mängelexemplartisch in die Hand und entpuppte sich als kleiner Schatz.

Besonders hervorheben möchte ich den Schreibstil, in dem ich mich immer wieder verlieren kann. Die Worte sind sorgsam gewählt, zeugen von Intelligenz und überbringen doch mit einer Leichtigkeit auch schwere Gefühle. Der Autor schafft es, in einer harmlos erscheinenden Geschichte psychologische Überlegungen und philosophische Ideen unterzubringen. 
Trotz dieser scheinbaren Schwere des Buches, liest es sich sehr angenehm, dank des erwähnten Schreibstils. Die Worte tragen somit wortwörtlich von Kapitel zu Kapitel.

Die Figuren sind sehr lebensecht, man fühlt mit und kann sich toll in sie hineinversetzen. Hauptsächlich in Van Vliet, der die meiste Zeit aus seiner Sicht die Geschichte in der Vergangenheit erzählt. Der Leser ist somit oft in der Position von Adrian Herzog, dem Mitreisenden. Doch auch aus Adrians Leben erfährt man dunkle, aber auch helle Momente. Lea bleibt immer in der dritten Person, was aber nicht weiter stört, denn sie ist das absolute Hauptthema. Van Vliet tat alles in seinem Leben, um bei und mit Lea zu sein, ihr zu helfen, sie glücklich zu machen...und vergass darüber fast sein eigenes Leben, denn sein Leben ist Lea!

Ohne viel weiter verraten zu wollen, möchte ich einfach das Buch jedem empfehlen, der eine intelligente Novelle mit klassischer Musik, aber auch menschlicher Schicksale und Reaktionen als Hauptthema zusagt. Es lohnt sich wirklich sich in diesen Seiten zu vertiefen. Obwohl der Schreibstil wie gesagt nicht schwermütig ist, die Ideen zwischen den Zeilen jedoch schon, brauchte ich auch etwas länger für das relativ dünne Buch. Aber es ist eben Food for Thought - Nahrung für den Kopf (und nicht nur Unterhaltung, wenn auch das).

 

4,5 / 5 Sterne

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Mit einem Nachwort des Autors. Die achtjährige Lea hat sich nach dem Tod der Mutter in eine eigene Welt zurückgezogen, zu der auch der Vater keinen Zutritt hat. Erst der Klang einer Geige holt sie ins Leben zurück. Lea erweist sich als außerordentliche musikalische Begabung, und schon bald liegen ihr Publikum und Musikwelt zu Füßen. Doch während Lea von Erfolg zu Erfolg eilt, treibt es ihren anfangs überglücklichen Vater Martijn van Vliet immer tiefer in die Einsamkeit. Bei dem verzweifelten Versuch, die Liebe und Nähe seiner Tochter zurückzugewinnen, verstrickt er sich in ein Verbrechen, das alles verändert ...

Mercier, Pascal Pascal Mercier, geboren 1944 in Bern, heißt im richtigen Leben Peter Bieri und ist Professor für Philosophie an der Freien Universität Berlin.