Im Wald (Taschenbuch)

Kriminalroman

Taschenbuch
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Ein Unbekannter stirbt im Feuer. Eine alte Frau wird ermordet. Ein Dorf schweigt. Bodensteins persönlichster Fall. Mitten in der Nacht geht im Wald bei Ruppertshain ein Wohnwagen in Flammen auf. Aus den Trümmern wird... (weiter)

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Details
AutorIn Nele Neuhaus
Seiten 556
EAN 9783548289793
Sprache deutsch
erschienen bei Ullstein Taschenbuchvlg.
Erscheinungsdatum 13.10.2017
Stichwörter Kriminal-Roman
Krimi
Bodenstein-Kirchhoff
Sander
Roman
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø4.1 | 13 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 4.3 |  3 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 4.1 |  10 Bewertungen

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Sehr ausschweifend
»Was liest Du?«-Rezension von Maulwurf, am 10.11.2018

In Ruppertshain, auf einem Campingplatz bei der Billtalhöhe, wird eine Leiche in einem ausgebrannten Campingwagen gefunden. Kurz darauf ist der Pfarrer des Dorfes tot, eine alte Dame in einem Seniorenheim wird erwürgt. Kriminalkommissar Oliver von Bodenstein und seine Kollegin Pia Sander gehen von einem Serientäter aus, da noch weitere Morde geschehen. Die Opfer haben eine Gemeinsamkeit: Sie sind alle alte Bekannte von Oliver. Sehr schnell stellt sich heraus, dass die Verbindung der Opfer, ein Fall von 1972 ist. Damals verschwand der beste Freund von Oliver spurlos.

 

Für mich war " Im Wald " ein neuer Versuch, eines der Bücher von Nele Neuhaus zu lesen. Da ich bisher erst ein Buch von ihr begonnen und abgebrochen hatte, war ich doch gespannt auf dieses Buch, das auf meinem SuB schon eine Weile schlummerte. Und ich wurde positiv überrascht. Zwar ist dies schon der achte Fall rund um das Ermittlerduo. Doch im Grossen und Ganzen kam ich gut in die Geschichte rein. Einzig die privaten Beziehungen der Ermittler erschienen mir etwas undurchsichtig und verworren. Doch schließlich lese ich ja einen Krimi nicht wegen den privaten Sympathien und Antipathien. Sondern weil ich vorwiegend an Mord, Totschlag und den Ermittlungen interessiert bin. Als dann die privaten Beziehungen in den Ermittlungen eine Rolle spielten, war ich schon so informiert, dass ich mehr oder weniger folgen konnte.

Ich habe auch hier wieder den komplexen und anspruchsvollen, ja ausschweifenden Schreibstil gefunden, weswegen ich schon ein Buch in der Vergangenheit abgebrochen habe. Vielleicht hatte ich diesmal mehr Geduld und Nerven um durchzuhalten? Ich habe mir gesagt, dass ich versuchen muss Unrelevantes von Wichtigem zu trennen. Denn wenn die Frisuren von Nebenfiguren detailliert beschrieben wurden, überlas ich das einfach grob. Und die Story strotzt vor solchen unwichtigen Details. Etliche Wiederholungen haben mich zudem etwas genervt. Wenn zum Beispiel ein oder zwei mal erwähnt wird, dass Pia Sander traurig ist, weil ihr Chef Oliver von Bodenstein eine Auszeit im Job nehmen will, ginge das ja noch. Doch dieses Thema kam immer wieder hoch und ist nach dem vierten Mal einfach nicht mehr prickelnd und interessant zu lesen. Leider, muss ich sagen. Denn der Plot und die Ausführung wären toll. Ebenfalls gut gelungen die Ausführungen zu den Tötungsarten und zu der Leichenschau. Soweit ich das beurteilen kann, tönt es authentisch und man spürt gute Recherchen. Eine interessante Komponente ist, dass der Hauptermittler alle Beteiligten, Opfer wie Täter und Mitläufer, seit der Kindheit kennt. Die Verstrickung zwischen Vergangenheit und Gegenwart ist hervorragend und schlüssig gemacht. Die Identität des Täters wird erst ganz zum Schluss aufgedeckt und die empfand ich als überraschend...und schlussendlich logisch.

Die Figurenanzahl ist enorm. Nicht nur im Ermittlerteam, sondern auch die Anzahl der Opfer, der Beteiligten bei den Taten und die involvierte Dorfgemeinschaft. Hier hätte wie auch bei den oben erwähnten Wiederholungen gestrafft werden dürfen.

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Weit in die Vergangenheit
»Was liest Du?«-Rezension von westeraccum, am 06.04.2018

Dieser Fall führt Oliver von Bodenstein tief in seine eigene Vergangenheit und bringt ihn an seine Grenzen.

In seinem Heimatdorf Ruppertshain geht zuerst ein Wohnwagen in Flammen auf, dabei stirbt ein Mann. Wenig später wird eine alte, krebskranke Frau erwürgt und den alten Pfarrer des ortes findet man erhängt in der Sakristei. Alle diese Menschen kannte Bodenstein und er hält sich bei den Ermittlungen im Hintergrund, seine Kollegin Pia Sander leitet die Untersuchungen. Denn alle Morde scheinen mit dem Verschwinden des zwölfjährigen Artur zusammenzuhängen, der 1972 nicht mehr nach Hause kam und Olivers bester Freund war. Bei den Ermittlungen brechen alte Feindschaften wieder auf, die angeblich so heile und idyllische Welt des Dorfes war nur eine hohle Fassade. Oliver sieht sich in seinem Entschluss bestätigt ein Sabbatjahr zu nehmen, denn er hat seine Gefühle nicht mehr professsionell unter Kontrolle. Außerdem ist er wieder verliebt und möchte sich mehr um seine Tochter kümmern. Doch das Dorf lässt ihn nicht los.

Und das ist auch die besondere Stärke dieses Buches, Neuhaus gräbt tief in der Vergangenheit eines typischen deutschen Dorfes und fördert ziemlich unschöne Dinge zutage: Neid, Missgunst, Verschweigen, Gier... Viele alte Geschichten wurden verdrängt und kommen nun im Zuge der Ermittlungen ans Tageslicht.

Neuhaus ist damit ein sehr gutes Psychogram eines Dorfes gelungen, von denen es sicher Hunderte in Deutschland gibt. Das Buch ist durchgehend spannend, manchmal etwas unübersichtlich wegen der zahlreichen Personen, aber sehr gut zu lesen und für alle Krimifreunde empfehlenswert.

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Ein Unbekannter stirbt im Feuer. Eine alte Frau wird ermordet. Ein Dorf schweigt. Bodensteins persönlichster Fall. Mitten in der Nacht geht im Wald bei Ruppertshain ein Wohnwagen in Flammen auf. Aus den Trümmern wird eine Leiche geborgen. Oliver von Bodenstein und Pia Sander, ehemals Kirchhoff, vom K11 in Hofheim ermitteln zunächst wegen Brandstiftung, doch bald auch wegen Mordes. Kurz darauf wird eine todkranke alte Frau in einem Hospiz ermordet. Bodenstein ist erschüttert, er kannte die Frau seit seiner Kindheit. Die Ermittlungen führen Pia und ihn vierzig Jahre in die Vergangenheit, in den Sommer 1972, als Bodensteins bester Freund Artur spurlos verschwand. Ein Kindheitstrauma, das er nie überwand - und für viele Ruppertshainer eine alte Geschichte, an die man besser nicht rührt. Atemberaubend spannend - der neue Bestseller von Nele Neuhaus!

Nele Neuhaus, geboren in Münster/Westfalen, lebt seit ihrer Kindheit im Taunus und schreibt bereits ebenso lange. Ihr 2010 erschienener Kriminalroman »Schneewittchen muss sterben« brachte ihr den großen Durchbruch, seitdem gehört sie zu den erfolgreichsten Krimiautorinnen Deutschlands. Außerdem schreibt die passionierte Reiterin Pferde-Jugendbücher und, unter ihrem Mädchennamen Nele Löwenberg, Unterhaltungsliteratur. Ihre Bücher erscheinen in über 20 Ländern.