Kalte Asche

Kalte Asche (Taschenbuch)

Thriller

Simon Beckett

Übersetzung: Andree Hesse

Taschenbuch
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Asche zu Asche, Staub zu Staub, Leben zu Tod. Asche ist alles, was von ihr übrig geblieben ist. Fast alles. Als der Rechtsmediziner David Hunter die Überreste der Frau in einem verfallenen Cottage auf der schottischen... (weiter)

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Details
AutorIn Simon Beckett
Übersetzung Andree Hesse
Edition 39. Aufl.
Seiten 432
EAN 9783499241956
Sprache deutsch
erschienen bei Rowohlt Taschenbuch
Erscheinungsdatum 01.08.2008
Ursprungstitel Written in Bone
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø4.4 | 154 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 4.4 |  21 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 4.4 |  133 Bewertungen

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Sehr spannend mit vielen Wendungen
»Was liest Du?«-Rezension von Yvicutie, am 07.07.2019

Als der pensionierte Polizist Andrew Brody in einer verlassenen Hütte eine verbrannte Leiche findet ruft er umgehend seine alten Kollegen an, meldet den Vorfall und verlangt nach einem Ermittlungsteam. Doch aufgrund eines schweren Eisenbahnunglückes auf dem Festland herrscht Personalmangel, so dass der forensische Anthropologe David Hunter gemeinsam mit Sergeant Fraser und Constable Duncan McKinney nach Schottland auf die abgelegenen Insel Runa geschickt werden. Hunter soll die verbrannte Leiche untersuchen und versuchen erste Schlussfolgerungen zu ziehen. Als sich herumspricht, dass es sich tatsächlich um Mord handelt, gerät die Inselgemeinschaft in Aufruhe. Es kommt zu weiteren Todesfällen, deren Spuren durch Feuer vertuscht werden sollen und für David Hunter zu einer lebensgefährlichen Falle werden.

Auch der zweite Teil der Thriller Reihe rund um David Hunter steht seinem ersten Fall in keiner Weise nach. Es werden einige überraschende und spannende Wendungen geboten, die dem Leser ein nervenzerrendes Finale garantieren. Der Autor hat es wieder einmal geschafft mich auf die falsche Fährte zu führen und das abschließende beklemmende Bild von Abhängigkeiten im Vorfeld zu verschleiern. Es gibt viele involvierte Charaktere, unterschiedliche Motive, kaum Zeugen und nur wenige Beweismittel, das Feuer ist allgegenwärtig und so sind die Beschreibungen der Leichen nichts für schwache Nerven. Ich fand es jedoch sehr interessant und informativ. Die lebendigen Beschreibungen der rauen Landschaft und der Inselbewohner haben mich gedanklich sofort nach Schottland gebracht.

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Mord auf der abgelegenen Insel Runa
»Was liest Du?«-Rezension von Mikka, am 29.03.2019

Im Januar 2017 habe ich den ersten Band der David-Hunter-Reihe gelesen und war begeistert. Eigentlich wollte ich die Folgebände dementsprechend auch zeitig lesen und kaufte schon mal “Kalte Asche”, “Leichenblässe” und “Verwesung” – aber wie das immer so ist, wenn sich die ungelesen Bücher gen Himmel stapeln, las ich erst im März 2019 weiter. Schon nach wenigen Kapiteln fragte ich mich jedoch, warum ich damit eigentlich so lange gewartet hatte, bei aller Liebe zur kriminologischen Literatur?

Denn auch der zweite Band konnte mich voll und ganz überzeugen, und ich werde jetzt sicher nicht wieder zwei Jahre verstreichen lassen, bis ich die weiteren Bände lese!

(Ich erlaube Lesern meines Blogs, mich in einem halben Jahr zu treten, falls die Rezension zum dritten Band noch nicht erschienen sein sollte.)

Wie schon im ersten Band konstruiert Beckett seinen Kriminalfall gekonnt und vielschichtig.

Natürlich wird die Geschichte wieder aus einem außergewöhnlichen und hochinteressanten Blickwinkel betrachtet, nämlich aus dem des forensischen Anthropologen David Hunter, und auch in diesem Band geht es nicht nur um den Mord an sich, sondern auch um die Auswirkungen auf die Menschen in seinem nächsten Umfeld.

Der Fall ist erneut in einer kleinen eingeschworenen Gemeinschaft angesiedelt, so dass der Autor sein feines Gespür für zwischenmenschliche Dynamik voll ausschöpfen kann. Und die erreicht ein ganz neues Spannungspotential, als die ohnehin schon isolierte Insel durch einen heftigen Sturm vollends von der Außenwelt abgeschnitten wird – denn der Mörder, da ist sich Hunter sicher, ist immer noch hier.

Die Spannung wird ungemein intelligent und subtil aufgebaut – selbst wenn sie hochkocht.

Das ist weder reißerisch, noch bedient Beckett sich billiger Tricks. Er beweist mühelos, dass Spannung und Anspruch sich nicht gegenseitig ausschließen müssen, und verzichtet auf überflüssige Gewaltorgien, ohne die Gesichter des Todes zu beschönigen oder auszublenden. Er zeigt sich hier einmal mehr als Meister der unerwarteten Wendungen, ohne dass es aufgesetzt oder unglaubwürdig wird.

Und wieder ist David Hunter der Fremde, der die Gemeinschaft von außen sieht. Der den Tod mit sachlichem Auge betrachtet und doch aus seiner persönlichen Geschichte heraus Erfahrung mit der Tragik des Todes hat.

Er ist ein großartiger Charakter, und auch die anderen Charaktere sind glaubhaft und komplex geschrieben.

Der Schreibstil passt perfekt zur Atmosphäre des Buches und der Persönlichkeit seines Protagonisten. Die Sprache ist klar, aber nicht nüchtern, atmosphärisch, aber nicht effekthascherisch.

Ich habe dieses Buch übrigens sowohl gelesen, als auch als Hörbuch gehört, und kann daher sagen, dass Sprecher Johannes Steck die Geschichte wunderbar liest!

FAZIT

Ein schneller Fall sollte es sein, nur ein oder zwei Tage. Wahrscheinlich nicht einmal ein Mord, sondern nur ein Unfall. Doch als David Hunter als forensischer Experte auf der Insel Runa ankommt und die bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Leiche untersucht, kommt er schnell zu dem Schluss, dass von einem Unfall keine Rede sein kann… Und dass der Mörder noch auf der Insel ist. Dann schneidet ein Sturm Runa von der Außenwelt ab…

Warum habe ich zwei Jahre gewartet, bevor ich diesen zweiten Band gelesen habe? Denn der ist wieder genauso grandios wie der erste! Ein ungewöhnlicher Held, ein außergewöhnlicher Schreibstil, und ein perfekter Spannungsbogen.

Diese Rezension erschien zunächst auf meinem Buchblog:
https://wordpress.mikkaliest.de/2019/03/28/simon-beckett-kalte-asche/

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Asche zu Asche, Staub zu Staub, Leben zu Tod. Asche ist alles, was von ihr übrig geblieben ist. Fast alles. Als der Rechtsmediziner David Hunter die Überreste der Frau in einem verfallenen Cottage auf der schottischen Insel Runa zum ersten Mal erblickt, weiß er sofort: Dieser Tod war kein Unfall. Er will seine Erkenntnisse dem Superintendenten mitteilen, doch die Leitung bleibt tot. Ein Sturm hat die Insel von der Außenwelt abgeschnitten. Da geschieht ein weiterer Mord. "Gruseliger geht's kaum." (Bild)

Beckett, Simon Simon Beckett ist einer der erfolgreichsten englischen Thrillerautoren. Seine Serie um den forensischen Anthropologen David Hunter wird rund um den Globus gelesen: «Die Chemie des Todes», «Kalte Asche», «Leichenblässe», «Verwesung» und «Totenfang» waren allesamt Bestseller. Sein atmosphärischer Psychothriller "Der Hof" erreichte Platz 1 der Bestsellerliste. Simon Beckett ist verheiratet und lebt in Sheffield. Hesse, Andree Andree Hesse wurde 1966 in Braunschweig geboren und wuchs bei Celle auf. Bevor er sich an der Filmhochschule in München einschrieb, erlernte er das Sattlerhandwerk. Sein erster Roman erschien 2001. Andree Hesse lebt als freier Autor und Übersetzer in Berlin.