Kalte Asche

Kalte Asche (Taschenbuch)

Thriller

Simon Beckett

Übersetzung: Andree Hesse

Taschenbuch
Für Bewertung bitte einloggen!

Asche zu Asche, Staub zu Staub, Leben zu Tod. Asche ist alles, was von ihr übrig geblieben ist. Fast alles. Als der Rechtsmediziner David Hunter die Überreste der Frau in einem verfallenen Cottage auf der schottischen... (weiter)

€ 12,00 *
Preis
inkl MwSt.

Auch erhältlich als:
eBook EPUB 9,99
  • sofort lieferbar
  • portofreie Lieferung innerh. Deutschland
  • Geschenkverpackung möglich

Details
AutorIn Simon Beckett
Übersetzung Andree Hesse
Edition 39. Aufl.
Seiten 432
EAN 9783499241956
Sprache deutsch
erschienen bei Rowohlt Taschenbuch
Erscheinungsdatum 01.08.2008
Ursprungstitel Written in Bone
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø4.4 | 152 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 4.4 |  20 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 4.4 |  132 Bewertungen

5 Sterne
( 9 )
4 Sterne
( 5 )
3 Sterne
( 1 )
2 Sterne
1 Stern

Mord auf der abgelegenen Insel Runa
»Was liest Du?«-Rezension von Mikka, am 29.03.2019

Im Januar 2017 habe ich den ersten Band der David-Hunter-Reihe gelesen und war begeistert. Eigentlich wollte ich die Folgebände dementsprechend auch zeitig lesen und kaufte schon mal “Kalte Asche”, “Leichenblässe” und “Verwesung” – aber wie das immer so ist, wenn sich die ungelesen Bücher gen Himmel stapeln, las ich erst im März 2019 weiter. Schon nach wenigen Kapiteln fragte ich mich jedoch, warum ich damit eigentlich so lange gewartet hatte, bei aller Liebe zur kriminologischen Literatur?

Denn auch der zweite Band konnte mich voll und ganz überzeugen, und ich werde jetzt sicher nicht wieder zwei Jahre verstreichen lassen, bis ich die weiteren Bände lese!

(Ich erlaube Lesern meines Blogs, mich in einem halben Jahr zu treten, falls die Rezension zum dritten Band noch nicht erschienen sein sollte.)

Wie schon im ersten Band konstruiert Beckett seinen Kriminalfall gekonnt und vielschichtig.

Natürlich wird die Geschichte wieder aus einem außergewöhnlichen und hochinteressanten Blickwinkel betrachtet, nämlich aus dem des forensischen Anthropologen David Hunter, und auch in diesem Band geht es nicht nur um den Mord an sich, sondern auch um die Auswirkungen auf die Menschen in seinem nächsten Umfeld.

Der Fall ist erneut in einer kleinen eingeschworenen Gemeinschaft angesiedelt, so dass der Autor sein feines Gespür für zwischenmenschliche Dynamik voll ausschöpfen kann. Und die erreicht ein ganz neues Spannungspotential, als die ohnehin schon isolierte Insel durch einen heftigen Sturm vollends von der Außenwelt abgeschnitten wird – denn der Mörder, da ist sich Hunter sicher, ist immer noch hier.

Die Spannung wird ungemein intelligent und subtil aufgebaut – selbst wenn sie hochkocht.

Das ist weder reißerisch, noch bedient Beckett sich billiger Tricks. Er beweist mühelos, dass Spannung und Anspruch sich nicht gegenseitig ausschließen müssen, und verzichtet auf überflüssige Gewaltorgien, ohne die Gesichter des Todes zu beschönigen oder auszublenden. Er zeigt sich hier einmal mehr als Meister der unerwarteten Wendungen, ohne dass es aufgesetzt oder unglaubwürdig wird.

Und wieder ist David Hunter der Fremde, der die Gemeinschaft von außen sieht. Der den Tod mit sachlichem Auge betrachtet und doch aus seiner persönlichen Geschichte heraus Erfahrung mit der Tragik des Todes hat.

Er ist ein großartiger Charakter, und auch die anderen Charaktere sind glaubhaft und komplex geschrieben.

Der Schreibstil passt perfekt zur Atmosphäre des Buches und der Persönlichkeit seines Protagonisten. Die Sprache ist klar, aber nicht nüchtern, atmosphärisch, aber nicht effekthascherisch.

Ich habe dieses Buch übrigens sowohl gelesen, als auch als Hörbuch gehört, und kann daher sagen, dass Sprecher Johannes Steck die Geschichte wunderbar liest!

FAZIT

Ein schneller Fall sollte es sein, nur ein oder zwei Tage. Wahrscheinlich nicht einmal ein Mord, sondern nur ein Unfall. Doch als David Hunter als forensischer Experte auf der Insel Runa ankommt und die bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Leiche untersucht, kommt er schnell zu dem Schluss, dass von einem Unfall keine Rede sein kann… Und dass der Mörder noch auf der Insel ist. Dann schneidet ein Sturm Runa von der Außenwelt ab…

Warum habe ich zwei Jahre gewartet, bevor ich diesen zweiten Band gelesen habe? Denn der ist wieder genauso grandios wie der erste! Ein ungewöhnlicher Held, ein außergewöhnlicher Schreibstil, und ein perfekter Spannungsbogen.

Diese Rezension erschien zunächst auf meinem Buchblog:
https://wordpress.mikkaliest.de/2019/03/28/simon-beckett-kalte-asche/

mehr zeigen ...

Eine Insel, ein Unwetter, eine Leiche
»Was liest Du?«-Rezension von ulrike rabe, am 26.02.2019

David Hunter ermittelt in seinem zweiten Fall. Nachdem der forensische Anthropologe Todesfälle in Schottland untersuchen musste, freut er sich nichts mehr als nach Hause nach London zu seiner Freundin zu kommen. Aber als auf der abgelegenen Hebriden Insel Runa ein Leichenfund gemeldet wird, muss er als Fachmann dort seine Fähigkeiten zu Verfügung stellen. Es ist ein bizarrer Tatort, die Leiche bis auf eine Hand und Füße zur Unkenntlichkeit verbrannt. Bald ist klar, der Mörder muss sich auf der Insel befinden. Doch ein Unwetter verhindert jeglichen Kontakt zum Festland. Im Sturm beginnt auch das Böse zu toben.

Simon Beckett hat ein besonderes Auge auf kleine verschworene Gemeinschaften. So rau und karg wie das Land so schroff und abweisend sind die Bewohner. Das Setting ist klassisch. Eine Insel, ein Unwetter, ein Mörder ist unter den Einwohnern. Was Becket daraus macht, hat einen eindringlichen Sog. Die Beschreibung der Leute, der Landschaft, der tosende Sturm, der beißende Rauch, alles wird sehr intensiv und plastisch beschrieben. Auch wenn die Morde brutal ausgeführt werden, niemals hat man das Gefühl, das Buch sei nur der Grausamkeiten wegen entstanden. Ich halte die Reihe um David Hunter für absolut gehaltvolle Thrillerunterhaltung auf bestem Niveau. Das offene Ende dieses Buches macht neugierig auf die weiteren Bände. Weiter so!

mehr zeigen ...

Alle Rezensionen ansehen

Asche zu Asche, Staub zu Staub, Leben zu Tod. Asche ist alles, was von ihr übrig geblieben ist. Fast alles. Als der Rechtsmediziner David Hunter die Überreste der Frau in einem verfallenen Cottage auf der schottischen Insel Runa zum ersten Mal erblickt, weiß er sofort: Dieser Tod war kein Unfall. Er will seine Erkenntnisse dem Superintendenten mitteilen, doch die Leitung bleibt tot. Ein Sturm hat die Insel von der Außenwelt abgeschnitten. Da geschieht ein weiterer Mord. "Gruseliger geht's kaum." (Bild)

Beckett, Simon Simon Beckett ist einer der erfolgreichsten englischen Thrillerautoren. Seine Serie um den forensischen Anthropologen David Hunter wird rund um den Globus gelesen: «Die Chemie des Todes», «Kalte Asche», «Leichenblässe», «Verwesung» und «Totenfang» waren allesamt Bestseller. Sein atmosphärischer Psychothriller "Der Hof" erreichte Platz 1 der Bestsellerliste. Simon Beckett ist verheiratet und lebt in Sheffield. Hesse, Andree Andree Hesse wurde 1966 in Braunschweig geboren und wuchs bei Celle auf. Bevor er sich an der Filmhochschule in München einschrieb, erlernte er das Sattlerhandwerk. Sein erster Roman erschien 2001. Andree Hesse lebt als freier Autor und Übersetzer in Berlin.