Töchter einer neuen Zeit, 8 Audio-CDs (Audio-CD)

Gekürzte Autorenlesung

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Vier Frauen. Zwei Weltkriege. Hundert Jahre Deutschland. Jahrgang 1900. Eine Generation, die zwei Weltkriege durchleben wird - Henny Godhusen ist eine von ihnen. 1918 stürzt sie sich voller Lebensfreude in die... (weiter)

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Details
AutorIn Carmen Korn
Edition Gekürzte Lesung
EAN 9783837137088
Sprache deutsch
erschienen bei Random House Audio
Erscheinungsdatum 20.09.2016
Stichwörter Belletristik
Rezensionen
Autorenportrait
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Reale Abbildung des Alltags von 1919-1948
»Was liest Du?«-Rezension von Ingrid von buchsichten.de, am 06.03.2018

„Töchter einer neuen Zeit“ von Carmen Korn ist der erste Band einer Trilogie, die vier Hamburger Frauen über einen Zeitraum von mehr als achtzig Jahren hinweg begleitet. Auf dem Coverfoto sind dementsprechend vier junge Frauen abgebildet, die im Stil der 1920er gekleidet sind. Die Erzählung beginnt allerdings bereits im Frühjahr 1919, einige wenige Monate nach dem ersten Weltkrieg. Voller Hoffnung blicken die Menschen in ihre Zukunft, nun soll eine neue Zeit, eine friedliche Zeit beginnen. Der erste Teil der Reihe endet im Dezember 1948 als Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg  wirtschaftlich allmählich wieder bessere Aussichten hat und in Hamburg nach schweren Beschädigungen der Gebäude der Aufbau voranschreitet.

Henny ist zu Beginn des Romans 19 Jahre alt. Sie wohnt bei ihrer Mutter, ihr Vater ist im Krieg gefallen. Nicht nur sie, sondern auch ihre gleichaltrige Freundin Käthe, die im Haus gegenüber aufgewachsen ist, streben eine Ausbildung zur Hebamme an. Zwei Jahre später begegnen sie Lina, der dritten Protagonistin des Romans. Sie ist von Beruf Lehrerin, im Wechsel der Zeit zum Zölibat verpflichtet, und Schwester des zukünftigen Ehemanns von Henny. Erst einige Jahre später trifft Henny in einer schicksalhaften Stunde auf Ina, Tochter aus wohlhabendem Haus, die von ihren Eltern in eine Vernunftehe vermittelt wird.

Die Geschichte entwickelt sich kontinuierlich weiter. Die Kapitel sind mit den jeweiligen Jahren betitelt, in denen der Roman gerade spielt. Meist sind die Szenen kurz gehalten und springen von einer Freundin und ihren Erlebnissen in eben jener Zeit zur nächsten. Dadurch schreitet die Erzählung zügig voran und überspringt häufiger einige Jahre. Nur kurz ließ Carmen Korn mich jeweils verweilen. So flüchtig wie das Leben, so erschienen mir die Schicksale der einzelnen Figuren, die weder Glück noch Leid festhalten können. Einige historisch bedeutsame Ereignisse blieben dadurch leider etwas blass. Deutlich wird jedoch, wie wichtig bestimmte Entscheidungen sind, denn von ihnen hängt es ab, welche Zukunft sich daraus entwickelt.

Die vier Frauen stehen im Fokus der Erzählung, werden aber umgeben von immer mehr Figuren, ein Verzeichnis im Folgeband wäre hilfreich. Durch die Zeitensprünge werden vergangene Begebenheiten der Protagonistinnen häufiger im Rückblick erzählt. Es gelingt der Autorin mit kurzen Beschreibungen selbst große Sorgen zu skizzieren, die durch den schnellen Ablauf schon bald hinter dem Leser liegen. Bald schon lernen Henny und ihre Freundinnen, teils aus bitterer eigenen Erfahrung, dass sie auf niemanden vertrauen können, denn nur diejenigen ziehen ihren Vorteil, die der vorherrschenden Partei zuarbeiten. Die Hauptfiguren sind keine Heldinnen, bilden aber mit ihrer Gesinnung und ihrem Tun den Alltag einer Gesellschaft in belasteten Zeiten ab. In ihrer Verschiedenartigkeit stehen sie für eine Auswahl aus vielen Schicksalen.

Das Buch beginnt mit der Hoffnung auf dauerhaften Frieden und steuert auf eine Zeit zu, die die Zerstörungen der Vergangenheit noch übertreffen wird. Film, Literatur und Musik begleiten die Frauen auf ihrem Weg und unterstützen den Eindruck einer realen Abbildung des damaligen Alltags. Das Ende lässt Platz für Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Daher freue ich mich schon auf die Fortsetzung und gebe gerne eine Leseempfehlung.

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spannend und eindrucksvoll
»Was liest Du?«-Rezension von Garten_Fee_1958, am 21.01.2018

Klappentext: Vier Frauen, Zwei Weltkriege, Hundert Jahre Deutschland

Einer neuen - einer friedlichen - Generation auf die Welt helfen, das ist Henny Godhusens Plan, als sie im Frühjahr 1919 die Hebammenausbildung an der Hamburger Frauenklinik Finkenau beginnt. Gerade einmal neunzehn Jahre ist sie alt, doch hinter ihr liegt bereits ein Weltkrieg. Jetzt herrscht endlich Frieden, und Henny verspürt eine große Sehnsucht nach Leben.

Drei Frauen begleiten sie auf ihrem Weg: Ida wohnt in einem der herrschaftlichen Häuser am Hofweg und weiß nicht viel von der Welt jenseits der Beletage. Hennys Kollegin Käthe dagegen stammt aus einfachen Verhältnissen und unterstützt die Kommunisten. Und Lina führt als alleinstehende Lehrerin ein unkonventionelles Leben. Die vier Frauen teilen Höhen und Tiefen miteinander, persönliche Schicksalsschläge und die Verwerfungen der Weltpolitik, vor allem der Aufstieg der Nationalsozialisten und der drohende Zweite Weltkrieg, erschüttern immer wieder die Suche nach dem kleinen Glück.

Der Roman mit seinen vier sehr unterschiedlich gezeichneten Protagonistinnen hat mich trotz seines etwas gewöhnungsbedürftigen Schreibstils sofort in seinen Bann gezogen, vier junge Frauen, die den ersten Weltkrieg hautnah erlebt haben, deren Jugend von Entbehrungen und Verlusten geprägt war, die sich nach Frieden gesehnt haben, um endlich zu leben. Vier recht unterschiedliche Charaktere, die von der Autorin klar aber knapp gezeichnet wurden beginnen ihre ersten Schritte in ein „normales“ Leben, geprägt teilweise mehr oder weniger stark von ihren Elternhäusern, dem sozialen Umfeld  und unterschiedlichen Weltanschauungen, während die einen sich nach Leben und Freiheit sehnen, möchten andere lieber eine Familie gründen, sich ein Heim schaffen. Die Autorin nimmt die Leser mit auf eine spannende Reise in das damalige Hamburg, mit viel geschichtlichem Hintergrund an den damaligen Schauplätzen. Von Beginn an war Spannung in dem Roman, die sich, manchmal etwas abflachend, bis zum Ende vorhanden war.

Die Schicksale der vier Frauen in einer sehr bewegten Zeit unserer Geschichte, spannend, voller Emotionen, das Leben der 30iger Jahre, dass doch soweit von der „Normalität“ entfernt war, ein gelungener Roman. 

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Vier Frauen. Zwei Weltkriege. Hundert Jahre Deutschland. Jahrgang 1900. Eine Generation, die zwei Weltkriege durchleben wird - Henny Godhusen ist eine von ihnen. 1918 stürzt sie sich voller Lebensfreude in die Hebammenausbildung in Hamburg-Uhlenhorst. Henny liebt das Viertel an der Alster, hier kommen die unterschiedlichsten Menschen zusammen und sie findet Freundinnen: Ida wohnt in einem der herrschaftlichen Häuser und weiß nicht viel vom Leben jenseits der Beletage. Käthe hingegen stammt aus einfachen Verhältnissen und unterstützt die Kommunisten. Und Lina führt als alleinstehende Lehrerin ein unabhängiges Leben. So verschieden die Frauen sind, so eng wird ihre Freundschaft über die Jahrzehnte ... Authentisch und einfühlsam gelesen von der Autorin. (8 CDs, Laufzeit: 10h 4)

Korn, Carmen Carmen Korn, Jahrgang 1952, ist die Tochter des Komponisten Heinz Korn. Nach ihrer Ausbildung an der Henri-Nannen-Schule arbeitete sie als Redakteurin für den Stern. Carmen Korn lebt seit vierzig Jahren auf der Uhlenhorst. Sie ist in dem Viertel tief verwurzelt und beschäftigt sich schon seit langem mit dessen Geschichte. Carmen Korn ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Korn, Carmen Carmen Korn, 1952 in Düsseldorf geboren, lebt inzwischen seit vierzig Jahren in Hamburg-Uhlenhorst. Die Journalistin und Autorin diverser erfolgreicher Kriminalromane ist in dem Viertel tief verwurzelt und beschäftigt sich schon seit langem mit dessen Geschichte. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder.