Der Seelenbrecher

Der Seelenbrecher (Taschenbuch)

Psychothriller. Originalausgabe

Taschenbuch
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Sie wurden nicht vergewaltigt. Nicht gefoltert. Nicht getötet. Ihnen geschah viel Schlimmeres ... Drei Frauen - alle jung, schön und lebenslustig - verschwinden spurlos. Nur eine Woche in den Fängen des... (weiter)

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Details
AutorIn Sebastian Fitzek
Seiten 368
EAN 9783426637920
Sprache deutsch
erschienen bei Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum 10.2008
Ursprungstitel Der Seelenbrecher
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø4.3 | 236 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 4.2 |  35 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 4.3 |  201 Bewertungen

5 Sterne
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Sie wurden nicht vergewaltigt. Nicht gefoltert. Nicht getötet. Ihnen geschah viel Schlimmeres...
»Was liest Du?«-Rezension von Leseratte2007, am 13.12.2018

Alle lesen zur Weihnachtszeit am liebsten Romance, aber ich greife spontan zu meinem ersten Fitzek. Der Autor fasziniert und interessiert mich schon eine Weile und schließlich habe ich den "Seelenbrecher" zu meinem ersten Buch erkoren.
Ich finde es sehr schwierig zusammenzufassen, warum es letztendlich geht, weil Fitzek mehrere Situationen aufbaut, die mehrere Jahre auseinanderliegen und dennoch inhaltlich zusammengehören.
Zunäst haben wir die Gegenwart, in der ein Professor mit zwei seiner Studenten innerhalb eines Experimentes eine Akte lesen, die die zweite Ebene einnimmt. Die Akte ist scheinbar aus der Sicht von einem gewissen Caspar, der sein Gedächtnis verloren hat und sich auf der Suche danach verbindet. Caspar war mir sehr sympathisch, genauso wie die anderen Charaktere. Sehr eindrucksvoll finde ich, wie Fitzek mit unseren Erwartungen und Gedanken spielt. Man bildet sich vorab schon eine Meinung und meine Erwartungen wurden nicht nur erfüllt, sondern auch übertroffen.
Der Handlungsverlauf, die Erkenntnisse und das Ende haben mich nicht nur schockiert zurückgelassen, sondern haben mich auf jeden Fall überrascht! Ich habe mit diesem Ende gar nicht gerechnet. Im Nachhinein könnte ich mir, aber auch gegen die Stirn hauen, weil Hinweise auf jeden Fall da gewesen sind. Es fehlte nur eine andere Perspektive auf alle Situationen, die sich nach und nach aufgebaut haben.
Auch das Setting finde ich sehr besonders. Ich habe bisher nur die "Physiker" gelesen, die in einer Heilanstalt gespielt haben. Das gibt der ganzen Geschichte und der Atmosphäre, jedoch noch einmal diesen besonderen unheilvollen und gruseligen Touch.
Ich bereue das Lesen auf jeden Fall nicht und ich freue mich schon auf meinen nächsten Fitzek!!!

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Ein solider Thriller mit düsterer Stimmung und spannenden Setting
»Was liest Du?«-Rezension von Nelly, am 12.04.2017

Der Seelenbrecher ist wohl eines der bekanntesten Bücher von Fitzek. Wer seine Bücher liebt, kennt dieses hier zumeist. Und der Klappentext macht auch wirklich neugierig. Man kann bereits beim Überfliegen die bedrückende Stimmung fühlen und es bleibt einem einfach nichts anderes übrig, als sich kopfüber in die Story zu stürzen. Dabei ist die Idee hinter dem Buch nicht gerade neu, aber doch neu aufgebaut.

Der Inhalt

Sie wurden nicht vergewaltigt. Nicht gefoltert. Nicht getötet. Ihnen geschah viel Schlimmeres …

Drei Frauen – alle jung, schön und lebenslustig – verschwinden spurlos. Nur eine Woche in den Fängen des Psychopathen, den die Presse den »Seelenbrecher« nennt, genügt: Als die Frauen wieder auftauchen, sind sie psychisch gebrochen – wie lebendig in ihrem Körper begraben. Kurz vor Weihnachten wird der Seelenbrecher wieder aktiv, ausgerechnet in einer psychiatrischen Luxusklinik. Ärzte und Patienten müssen entsetzt feststellen, dass man den Täter unerkannt eingeliefert hat, kurz bevor die Klinik durch einen Schneesturm völlig von der Außenwelt abgeschnitten wurde. In der Nacht des Grauens, die nun folgt, zeigt der Seelenbrecher, dass es kein Entkommen gibt …
[ Quelle: Droemer Knaur ]

Meine Meinung

In der Teufelsbergklinik ist der Teufel los („haha“). Am Tag vor Heiligabend bricht dort nämlich das Chaos aus. Caspar ist dort seit zehn Tagen als Patient untergebracht, nachdem man ihn in einem Schneesturm unweit der Privatklinik bewusstlos aufgefunden hat. ‚Caspar‘ ist auch nur der Name, den das Klinikpersonal ihm gegeben hat, denn er erinnert sich nicht mehr an seine Vergangenheit, geschweige denn an seinen Namen. Aufgrund eines aufkommenden Schneesturms verunglückt ein Krankentransport ganz in der Nähe des Geländes. Die Telefonleitung wird bei dem Unfall beschädigt und aufgrund des immer schlechter werdenden Wetters sitzen nun nicht nur die Teufelsbergklinikpatienten und das Pflegepersonal in der Luxuseinrichtung fest, sondern mit ihnen auch der Fahrer des Krankenwagens und dessen Patient, der scheinbar nicht nur geisteskrank, sondern auch gefährlich zu sein scheint.

Denn allem Anschein nacht handelt es sich bei dem Patienten Jonathan Bruck um den Seelenbrecher. Das Phantom hält seit einiger Zeit Berlin in Angst und Schrecken, da er junge Frauen entführt und ihnen Schreckliches antut. Die Frauen tauchen zwar lebend wieder auf, doch in der Zwischenzeit müssen sie ein Trauma erleiden, von dem sie sich nie wieder erholen. Sie sind nicht ansprechbar, können sich selbst nicht mitteilen und es scheint, als wären sie in sich selbst gefangen. Und dieses Ungeheuer wird nun ebenfalls in der Teufelsbergklinik eingeschlossen… Der Alptraum beginnt!

Sebastian Fitzek hat sich also folgendes Setting für seine Geschichte ausgesucht: eine luxuriöse Klinik irgendwo abgeschieden von jeglicher Zivilisation, abgeschottet durch einen Schneesturm – und ein Psychopath, der sich in dem Gebäude rumtreibt, aus dem es keinen Ausweg gibt. Dadurch schafft er natürlich direkt von Beginn an eine gruselige Stimmung und diese unheilvolle Atmosphäre schafft natürlich auch Erwartungshaltungen.

Zu Beginn schafft es Fitzek aber auf grandiose Art und Weise in relativer kurzer Zeit seine Charaktere zu skizzieren. Gerade Caspar, der eine tragende Rolle im Buch spielt, weist durch seine Amnesie einen recht komplexen Hintergrund auf und doch hatte ich schon nach 15 bis 20 Seiten ein gewisses Gefühl für ihn. Und dabei führt Fitzek nicht nur an seinen Protagonisten ran, sondern steigt schleichend in seine Story ein, zeichnet das Grundgerüst für die spätere Handlung.

Schließlich bekam ich als Leserin eine ganz andere Geschichte geliefert als ich sie erwartet hätte. Es fehlt an diesem typischen Thrillerelement „Gut jagt Böse“, denn eigentlich geht es zuerst einmal darum, dass Gut sich vor Böse in Sicherheit bringt. Der Seelenbrecher hat sein erstes Opfer in der abgeschotteten Klinik schnell gefunden. Die Gefangenen wissen, dass sie die Nacht überstehen müssen, bis die Frühschicht anrückt, die sie befreien könnte. Dieses Zeitelement schafft natürlich noch mehr Spannung und Nervenkitzel, denn je näher der Morgen rückt, desto größer wird einerseits die Hoffnung, dass liebgewonnene Charaktere die Nacht überleben und auf der anderen Seite weiß man doch aber, dass die Sache wahrscheinlich nicht so ganz einfach sein wird.

Was das Rätsel rund um Caspar und seine Amnesie angeht, da ahnt man natürlich von Anfang an, dass dieser Teil noch irgendwo Bedeutung erlangt. Wie Fitzek das schließlich gehandelt hat, hat mir im Großen und Ganzen wirklich gut gefallen und es war durchweg gut durchdacht. Nur der Weg dorthin lässt mich ein kleines bisschen meckern.

Der Verlauf und der Spannungsbogen hatten so ihre Höhen und Tiefen. Etwas Konstanz hätte mir hier mehr gefallen. Es gab Abschnitte, in denen ich total versunken war, während kurz darauf wieder ein Kapitel folgte, das ich auch gut und gerne hätte quer lesen können. Die Lust auf das Buch war mal mehr, mal weniger da. Das hat mir, ehrlich gesagt, die Freude an der Geschichte etwas genommen. Das mag vielleicht nur ein einzelner Kritikpunkt sein, doch er wiegt meiner Meinung nach schwer.

Mein Fazit

Meine nicht ganz so hohe Meinung vom Seelenbrecher, die ich nach dem ersten Lesen hatte, konnte ich nicht mehr wiederfinden. Vielleicht war ich 2008 einfach nicht in der richtigen Stimmung, als ich das Buch zum ersten Mal gelesen habe. Bei diesem Fitzek-Buch handelt es sich durchaus um eine solide Unterhaltung im Thrillergenre, der große „Wow-Effekt“ ist bei mir allerdings ausgeblieben, was vor allem daran lag, dass der Spannungsbogen nicht konstant geblieben ist, sondern mehr eine Berg- und Talfahrt darstellte. Da mir momentan (noch) die Vergleichsmöglichkeiten zu anderen Werken vom Autor fehlen, kann ich dazu noch nichts sagen. Wer sich aber gerne einmal gruseln möchte (am besten an einem regnerischen Abend), der kann guten Gewissens zu dieser Geschichte greifen.

 

© Nellys Leseecke - Lesen bedeutet durch fremde Hand träumen

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Sie wurden nicht vergewaltigt. Nicht gefoltert. Nicht getötet. Ihnen geschah viel Schlimmeres ... Drei Frauen - alle jung, schön und lebenslustig - verschwinden spurlos. Nur eine Woche in den Fängen des Psychopathen, den die Presse den "Seelenbrecher" nennt, genügt: Als die Frauen wieder auftauchen, sind sie psychisch gebrochen - wie lebendig in ihrem Körper begraben. Kurz vor Weihnachten wird der Seelenbrecher wieder aktiv, ausgerechnet in einer psychiatrischen Luxusklinik. Ärzte und Patienten müssen entsetzt feststellen, dass man den Täter unerkannt eingeliefert hat, kurz bevor die Klinik durch einen Schneesturm völlig von der Außenwelt abgeschnitten wurde. In der Nacht des Grauens, die nun folgt, zeigt der Seelenbrecher, dass es kein Entkommen gibt ...

Fitzek, Sebastian Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seit seinem Debüt "Die Therapie"(2006) ist er mit allen Romanen ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden. Mittlerweile werden seine Bücher in vierundzwanzig Sprachen übersetzt und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Als erster deutscher Autor wurde Sebastian Fitzek mit dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.