Ostfriesengrab

Ostfriesengrab (Taschenbuch)

Kriminalroman. Originalausgabe

Taschenbuch
Für Bewertung bitte einloggen!

Als Kommissarin Ann Kathrin Klaasen vor der weiblichen Leiche im Schlosspark Lütetsburg steht, erschrickt sie vor sich selbst. Denn sie erwischt sich bei dem Gedanken: Mein Gott, wie schön sie ist. Die Tote sieht aus... (weiter)

€ 10,99 *
Preis
inkl MwSt.

Auch erhältlich als:
eBook EPUB 9,99
  • sofort lieferbar
  • portofreie Lieferung innerh. Deutschland
  • Geschenkverpackung möglich

Details
AutorIn Klaus-Peter Wolf
Edition 15. Aufl.
Seiten 393
EAN 9783596180493
Sprache deutsch
erschienen bei FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum 06.02.2009
Rezensionen
Autorenportrait
Gesamtmeinung:
Ø4.1 | 34 Meinungen

davon Rezensionen:
Ø 4.1 |  6 Rezensionen
davon Bewertungen:
Ø 4.1 |  28 Bewertungen

5 Sterne
( 3 )
4 Sterne
( 2 )
3 Sterne
( 1 )
2 Sterne
1 Stern

Auch der Norden kann morden
»Was liest Du?«-Rezension von labellevie3006, am 15.01.2016

"Ostfriesengrab" der dritte Roman von Klaus-Peter Wolf, der ursprünglich aus Nordrhein- Westfalen kommt, den es aber in den Norden gelockt hat(was ihm auch nicht zu verübeln ist)

Ich selbst wohne im Norden Deutschlands und war schon vielen Orten, wo Handlungen der Romane spielen. Wolf selbst sagt auch, dass gerade diese Realitätsnähe seine Romane ausmachen. Und da kann ich ihm voll und ganz zustimmen, denn selbst ich bin in Leer am Hafen entlang spaziert und mit dem Gedanken:"Ja da im Wasser lag die Tote"( Ostfriesenwut). Für mich ist es reizend immer wieder an Orten zu sein, wo die Handlungen sich abgespielen haben, ich persönlich schalte dann immer meine Fantasie ein und stelle mir vor, wie die Personen dort agiert haben. Vielleicht ist dies nicht für jeden Leser so toll Orte mit Romanen zu verbinden, manche bevorzugen da doch eher die Fantasiewelt.

Ich liebe einfach die Ostfriesenromane nicht nur wegen der Realitätsnähe sondern auch wegen der Charaktere. Auch den Schreibstil mag ich sehr. Die Charaktere sind für mich immer interessant, jeder Mörder ist anders, hat andere Beweggründe und reagiert anders auf die Polizei. Manche Täter sogar suchen die Nähe der Polizei. 

Schon allein in " Ostfriesengrab" trifft man auf eine interessante Persönlichkeit, einen Künstler, der am Anfang unscheinbar wirkt und erst nur der Jugendfreund von Weller ist. Ich habe bis zum Ende des Buches nicht gedacht, dass er der Mörder ist. Die Spannung wurde also gut aufrecht erhalten. 

Wenn man mehr über den Mörder nachdenkt, erkennt man auch klar seine Motive, er will Kunstwerke schaffen, sie müssen perfekt, sodass auch nur die kleinsten Wunden, das Material( die Frauen) unbrauchtbar machen. Auch den Gedanken die vier Elemente damit abbilden zu wollen, finde ich interessant. 

Also für Leser, die Ostfriesland mögen und dort schon ein paar Mal gewesen sind, ist dieser Roman auf jeden Fall zu empfehlen. Einfach mal auf diese verschiedenen Charaktere einlassen. Und sich im Nachhinein den anderen Ostfriesenkrimis widmen, hier empfehle ich " Ostfriesenmoor"

 

PS:  Ja klar spielen Ann- Kathrin und Weller eine große Rolle in diesem Roman, aber schließlich müssen sie ja zueinander finden. Und gerade die privaten Hintergründe zeigen, dass auch die besten Komissare nicht unfehlbar sind.

mehr zeigen ...

Bisheriger Tiefpunkt der Serie
»Was liest Du?«-Rezension von Sabine, am 10.09.2014

Der erste Band dieser Serie hat mir gut gefallen und im zweiten gab es positive Entwicklungen zu entdecken. In diesem Buch gibt es nun aber einen gewaltigen Rückschritt. Die Polizei – und nicht nur Klaasen – verhält sich hier äußerst dilettantisch und im Grunde sogar sehr peinlich. Es werden Querverbindung geschlossen, die so dermaßen hahnebüchen sind, dass ich den Eindruck hatte das Buch möchte sich selbst karrikieren und zu guter Letzt ist leider, leider so sehr schnell klar, wer denn hier der Mörder war.
In diesem Buch sucht Klaasen den sogenannten Friseur. Ein Mörder, der seine Opfer sehr künstlerisch darstellt und eben auch gekonnt frisiert. Da das erste Opfer von einem Betrüger bedroht wurde, fällt der Verdacht sehr schnell auf diesen Betrüger, doch die Art der Ermittlungen ist so dermaßen schlecht, dass ich mich beinahe fremd schämen musste. Dass dieser jedoch auch noch Klaasens Vater ins Spiel brachte, hat es wirklich nur noch ins Kuriose abdriften lassen. Sowohl Sie als auch Weller machen sich hier sehr zum Affen und ob dies irgendwelche gravierenden Konsequenzen für die beiden hat, erfährt man nicht, denn das Buch endet so abrupt, als hätte der Autor die maximal erlaubte Seitenzahl erreicht und musste abbrechen.
Im Prinzip mag ich die Reihe, da sie relativ nah an meiner Heimat spielt und zudem noch ordentlich geschrieben ist. Doch dieser Teil hat dem Fass den Boden ausgeschlagen. Mich nervt vor allem die völlige Fixierung auf den Mord an ihrem Vater. Ich würde es begrüßen, wenn Wolf diesen seit langem ungelösten Fall Klaasen endlich aufklären lässt und das Thema damit abgehakt ist. Diese ständige Einflussnahme dieses Banküberfalls auf die aktuellen Fälle empfinde ich als extrem konstruiert und überflüssig.
Gut an diesem Buch hat mir gefallen, dass es ein übergeordnetes Thema hatte, nämlich die Kunst. Es geht um Maler, Fotografen und die Kunst an sich. Auch der Aufbau mit den verschiedenen falschen Fährten wäre eigentlich auch gut gewesen, wäre nicht die völlig dilettante Ermitllungsweise gewesen. Es ist wirklich ein Graus. Was sich Wolf dabei gedacht hat, weiß ich nicht.
Zu allem Überfluss haben sich die Hauptcharaktere nicht wirklich weiter entwickelt und sind noch auf dem Stand vom Ende des zweiten Bandes, von daher hätte man dieses Buch in der Gesamtreihe auch gut weglassen können. Im Versuch mehr Plastizität in die Ermittlungstruppe zu bringen, hat Wolf der Dienststelle einen Magen-Darm-Virus untergejubelt, so dass ich ständig von einer nicht funktionierenden Verdauung lesen musste, was mir gar nicht gefiel. Außerdem war der Alleingang von Kollege Rupert auch sehr lächerlich.
Alles in allem hätte ich mir die Lektüre auch sparen können. Allerdings lässt es sich trotz der ganzen Aufreger recht einfach weglesen.

Fazit: Ostfriesengrabist der dritte und bisher schlechteste Band einer Krimiserie, die mir eigentlich bisher sehr gut gefallen hat. Hier hat Wolf allerdings für mein Empfinden so einiges falsch gemacht. Die Ermittlertruppe macht sich lächerlich, der Mörder wird vom Leser viel zu schnell erkannt und zu allem Überfluss entwickeln sich die Hauptcharaktere kein Stück weiter. Mein Rat an alle, die die Reihe noch lesen möchten: Lasst diesen Teil aus, ihr verpasst nichts. Da die anderen Bücher bei einem bestimmten Portal relativ viele positive Wertungen erhalten haben und die Leserschaft meiner Lieblingsbuchhandlung so begeistert von der Reihe ist, werde ich mich am nächsten Band auf jeden Fall noch versuchen. Es kann nur besser werden.

mehr zeigen ...

Alle Rezensionen ansehen

Als Kommissarin Ann Kathrin Klaasen vor der weiblichen Leiche im Schlosspark Lütetsburg steht, erschrickt sie vor sich selbst. Denn sie erwischt sich bei dem Gedanken: Mein Gott, wie schön sie ist. Die Tote sieht aus wie ein Engel, der sich zwischen den Blüten der Rhododendrensträucher verfangen hat. Oder wie eine Eiskunstläuferin, die elfenhafte Sprünge vollzieht, um die Jury zu beeindrucken. Der Mörder hat sich viel Zeit gelassen, um die Leiche so zu präparieren und in dieser Stellung zu drapieren. Und er will Ann Kathrin damit etwas sagen ...

Wolf, Klaus-Peter Klaus-Peter Wolf, 1954 in Gelsenkirchen geboren, lebt als freier Schriftsteller in der ostfriesischen Stadt Norden, im selben Viertel wie seine Kommissarin Ann Kathrin Klaasen. Wie sie ist er nach langen Jahren im Ruhrgebiet, im Westerwald und in Köln an die Küste gezogen und Wahl-Ostfriese geworden. Seine Bücher und Filme wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Bislang sind seine Bücher in 24 Sprachen übersetzt und über zehn Millionen Mal verkauft worden. Mehr als 60 seiner Drehbücher wurden verfilmt, darunter viele für »Tatort« und »Polizeiruf 110«. Der Autor ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland.Die Romane seiner Serie mit Hauptkommissarin Ann Kathrin Klaasen stehen regelmäßig mehrere Wochen auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste, derzeit werden einige Bücher der Serie prominent fürs ZDF verfilmt und begeistern Millionen von Zuschauern.